Welche Möglichkeiten gibt es bei stärkeren Fehlsichtigkeiten?
Bei hohen Fehlsichtigkeiten kann eine Laser-Behandlung alleine oft nicht das erwünschte Ergebnis herbeiführen. Allerdings können diese durch das Implantieren von Intraokularlinsen sowie durch Bioptik korrigieren werden. Bioptik nennt man die Kombination aus Intraokularlinse und einer Excimerlaser-Operation. Diese Methode wird angewendet, wenn weder mit der Intraokularlinse noch mit der LASIK alleine eine optimale Korrektur der komplizierten Fehlsichtigkeit möglich ist.
Verursacht eine Excimerlaser-Operation Narben an der Hornhaut?
Weder eine LASIK noch eine LASEK bzw. PRK verursachen sichtbare Narben.
Kann man außer Kurzsichtigkeit noch andere Sehfehler mit dem Laser korrigieren?
Selbstverständlich kann man neben der Kurzsichtigkeit (Myopie) auch Weitsichtigkeit (Hyperopie) und Stabsichtigkeit (Astigmatismus) lasern. Dies ist auch in Kombination möglich. Einzig die Altersweitsichtigkeit kann mit einer LASIK noch nicht zuverlässig behandelt werden.
Geht eine FemtoLASIK bei Kampfsport?
Ganz grundsätzlich ist eine FemtoLASIK bei Kampfsport nicht ausgeschlossen. Es kommt nämlich drauf an, ob Sie hauptsächlich trainieren oder auch an Wettkämpfen teilnehmen. Kampfsport-Training ist auch mit einer FemtoLASIK möglich. Man kann ohne Bedenken 1 Woche nach der Operation wieder seine Ausdauer trainieren, wie zum Beispiel beim Seilspringen, aber auch kräftig auf einen Sandsack oder Punching-Ball schlagen. Falls Sie allerdings auch an Wettkämpfen teilnehmen, einen solchen Sport professionell ausüben oder auch nur Sparring betreiben, sollte zur Sicherheit keine FemtoLASIK durchgeführt werden, denn dann sind Kopf- und Augenverletzungen jeglicher Art durch Schläge oder Tritte nicht ausgeschlossen, und dies bedeutet unter Umständen eine Gefahr für den Flap. Diese Gefahr besteht überdies jahrelang. Es bringt nichts, wenn Sie mit dem Kampfsport ein paar Wochen pausieren. In diesem Fall ist eine Oberflächenbehandlung wie die LASEK bzw. PRK die bessere Lösung, denn nur dann können Sie Ihren Sport mit Spaß, konzentriert und ohne Bedenken ausführen.
Mit welchem Instrument wird das Hornhautdeckelchen abgehoben?
Wenn nach der Voruntersuchung die Wahl auf eine LASIK fällt, wird das bei uns immer eine FemtoLASIK sein. Bei der FemtoLASIK wird das Hornhautdeckelchen, also der Flap, immer mit einem Laser, dem sogenannten Femtolaser geschnitten. Der Laser macht dies, indem er winzige Gasbläschen in eine vorbestimmte Ebene der Hornhaut setzt. Dabei ist während der benötigten 10-20 Sekunden lediglich ein leichter Druck auf dem Auge zu spüren. Dieser Druck kommt zum Einen von dem Silikonring, der das Auge fixiert, zum Anderen durch das Andocken an den Laser-Konus, der dafür sorgt, dass die Laserstrahlen da ankommen, wo sie ankommen sollen. Das Lasern selbst ist absolut schmerzfrei. In unserer Praxis benutzen wir hierfür den IntraLase iFS, zur Zeit einer der besten auf diesem Gebiet. Im Gegensatz dazu wird bei der konventionellen LASIK das Hornhautdeckelchen mit einer Klinge, dem sogenannten Mikrokeratom geschnitten. Zusätzlich zum erhöhten Druck, der dabei auf das Auge einwirkt, ist diese Methode bei Weitem unsicherer; das Risiko von zum Beispiel - um nur die wichtigsten Aspekte zu nennen - zu dünnen Flaps, unvollständigen Flaps und Löchern im Flap ist unvergleichlich höher. Der Flap, der durch ein Mikrokeratom geschaffen wird, ist in der Mitte dünner, es handelt sich um einen sogenannten Meniskus-Flap. Der Flap, der mit dem Femtolaser kreiert wird, hat eine gleichmäßige, vorher sehr gut vorhersehbare Dicke. Dies wirkt sich vor allem günstig aus, wenn die Hornhaut von Anfang an nicht sehr dick ist, oder auch bei einer eventuellen Nachkorrektur, da ein solcher Flap sicherer anzuheben ist.
Kann ich auch gelasert werden, wenn meine Werte gar nicht so hoch sind?
Generell können alle Werte, für die Sie eine Brille oder Kontaktlinsen benötigen, auch gelasert werden. Dies sind normalerweise Werte ab 1 Dioptrie. Im Einzelfall wird Ihr Augenarzt dies immer mit Ihnen persönlich besprechen. Es muss immer sehr gut abgewogen und besprochen werden, ob ein bestimmter Wert bei einem bestimmten Patienten gelasert werden soll. Zum einen hat dies mit der Beschäftigung zu tun, denn in unterschiedlichen Berufen sind Sehansprüche unter Umständen sehr unterschiedlich. Ein Uhrmacher oder ein Gefäßchirurg braucht ein anderes Sehen als ein Krahnführer oder ein Lehrer. In etlichen Berufen müssen Schutzbrillen getragen werden, da kann eine zusätzliche Sehhilfe unter Umständen stören, sodass es empfehlenswert sein kann, auch einen etwas geringeren Wert zu lasern. Bei Berufen, die sich viel oder nur im Freien abspielen - etwa bei einem Förster oder einem Bauarbeiter - stört die Brille, wenn sie bei Regen nass wird oder beschlägt. Was womöglich sogar gefährlich werden könnte. Das Gleiche gilt auch für viele Sportler, vor allem für diejenigen, die Wassersportarten betreiben. Fahrer aller Art brauchen ein sehr gutes Sehen in die Ferne und ein großes Gesichtsfeld, was durch einen Brillenrahmen immer etwas eingeschränkt ist. Auch da kann es von Vorteil sein, einen nicht allzu hohen Wert lasern zu lassen. Zum anderen hängt es vom Alter des Patienten ab. Schon eine geringe Weitsichtigkeit bei einem Patienten über 40 Jahren stört diesen beim Lesen. Mit einer Laserkorrektur kann hier die Lesebrille noch etwas hinausgezögert werden.