Schielbehandlungen

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Schielbehandlungen

Generell sollte vor jeder Behandlung genauestens abgeklärt werden, um welche Form und auch Stärke des Schielens es sich handelt. Da das Schielen an sich keine Schmerzen verursacht und nur eine Fehlstellung der Augen vorliegt, fällt einem Erwachsenen selbst kaum auf, ob eine Schielstellung seiner Augen vorliegt. Manchmal wird er erst durch Familie oder Freunde darauf aufmerksam gemacht, dass eventuell ein Schielen vorhanden ist. Der Grund für manches Fehlverhalten kann auch in einem Schielen liegen. Den Betroffenen selbst fällt ein Schielen vielleicht auf, wenn gewisse Handlungen nicht fehlerfrei funktionieren. So schütten etwa schielende Menschen Wasser oft neben das Glas, weil bei ihnen die räumliche Sehfähigkeit entweder gar nicht oder nur eingeschränkt vorhanden ist.

Die Fehlstellung der Augen kann so gering sein, dass es niemandem auffällt. Dadurch haben viele Erwachsene eine Sehschwäche nur auf einem Auge. Deshalb sollte auf die Anzeichen eines Schielens sehr genau geachtet werden, um eine schnelle Behandlung zu ermöglichen. Einhergehend mit der nicht offensichtlichen Fehlstellung der Augen können Lichtempfindlichkeit, tränende Augen, schiefe Kopfhaltung und ungeschickte Bewegungen als Symptome des Strabismus erkannt werden. Treten solche Symptome vermehrt auf, ist ein Besuch beim Augenarzt zu empfehlen, um die Möglichkeiten einer Behandlung des Schielens zu besprechen.

Bei der Behandlung von Schielen unterscheidet man die Behandlung beim Erwachsenen von derjenigen bei Kindern. Dabei ist die Behandlung bei Kindern von größter Wichtigkeit. Dazu zählt eine Sehschwächen-Korrektur durch eine Brillenverordnung. Eine Okklusionstherapie kann bei einer Fusionsstörung eingesetzt werden, jedoch handelt es sich hierbei um eine sehr langwierige Behandlung, die oft über Jahre dauert. Dabei wird abwechselnd ein Auge mit einem Pflaster verschlossen, um dem Kind das Sehen mit jedem Auge anzutrainieren und die Sehleistung zu verbessern. Bei jedem zweiten Kind kommt es zu einer Schielbehandlung durch eine Operation, die an den äußeren Augenmuskeln vorgenommen wird, um die beiden Augen gleich zu richten. Beim Erwachsenen versucht man, durch einen Prismenausgleich die Folgen eines Schielens, wie Doppelbilder oder Kopfschmerzen, zu beheben. Auch hier kann durch Fusionsschulung eine Verbesserung erzielt werden. Wurde ein Erwachsener schon mit einer Prismenverordnung versorgt, sollte keine Schieloperation vorgenommen werden, da kaum eine Verbesserung der Fehlstellung in Aussicht stehen wird.

2018-12-13T15:55:16+00:00 April 3rd, 2018|Blog|