Im Auge des Betrachters

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Im Auge des Betrachters

Das menschliche Auge ist ein Sinnesorgan. Sehen bedeutet nicht nur unsere Umwelt zu erkennen, sondern damit verbunden ist auch unsere Wahrnehmung. Da die empfangenen Lichtstrahlen erst im Gehirn zu einem Bild verarbeitet werden, interpretiert jeder Mensch das gleiche Betrachtungsobjekt auf ganz unterschiedliche Weise. Farben werden unterschiedlich verarbeitet, Größen und Entfernungen unterschiedlich abgeschätzt. Die Sympathie wird durch das Betrachten geprägt. Es liegt also im wahrsten Wortsinn alles im Auge des Betrachters. Etwas zu sehen, ist sehr oft mit einem Gefühl gekoppelt. Mit der Fähigkeit, sehen zu können, verbindet sich auch unser Hörvermögen, ja sogar der Geruchs- und Geschmackssinn.
Nehmen wir einmal zur Erklärung bspw. einen Apfel. Allein nur durch das Betrachten des Apfels mit unseren Augen und damit verbunden der Bestimmung seiner Farbe können wir schon Rückschlüsse ziehen auf Geschmack und Geruch. Und nun stellt sich auch unser persönliches Mögen oder Nicht-Mögen des Obststücks ein. Ein Gefühl breitet sich in uns aus und damit wird auch eine bestimmte Erwartungshaltung erzeugt. Durch das alleinige Betrachten eines Mitmenschen ist es bei uns Menschen schon so, dass wir den Gegenüber automatisch kategorisieren, so entstehen Redewendungen wie: „auf den ersten Blick“, oder aber auch: „Der erste Eindruck zählt“. Dieser erste Eindruck entsteht nur durch unsere Fähigkeit der visuellen Wahrnehmung. Augen sind somit also eines unserer wichtigsten Sinnesorgane. Durch das Vorhanden-Sein von zwei Augen ist uns das räumliche Sehen erst möglich. Durch die dreidimensionale Betrachtungsweise eröffnen sich uns Menschen andere Denkansätze und eine viel größere Vorstellungskraft als bei manch anderem Lebewesen.
2018-12-12T16:43:04+00:00 November 29th, 2016|Blog|