Hallo,

da die Erfahrungsberichte zum Lasikland schon etwas überholt sind, hier mal ein etwas aktuellerer. Ich hatte am 20.03.2015 meine Femto-Lasik in Köln und bin mit dem Ergebnis vollkommen zufrieden. Sicherlich war der erste Gedanke, können die bei dem Preis wirklich gut sein? Nach einigen Erfahrungsberichten hier, und nun meiner eigenen Erfahrung nach, kann ich sagen:

Ja, können sie. Ich fuhr also Freitag nach Köln und habe meinen Wagen in dem Karstadt-Parkhaus (max. 10,- € pro Tag) schräg gegenüber vom Lasikland geparkt. Das Parkhaus ist für größere Autos schon eine echte Herausforderung, sehr zur Freude meiner Frau, welche schon bei der Einfahrt Schweißausbrüche bekam.

Weil wir gut durchkamen, waren wir eine Stunde zu früh eingetroffen. Man begrüßte mich freundlich, und ich durfte einen Bogen mit den persönlichen Daten ausfüllen. Nachdem ich die 50,00 € für die Voruntersuchung bezahlt hatten, sagte man mir, ich möge doch vor den Untersuchungszimmern Platz nehmen, die Voruntersuchung würde gleich beginnen.

Der erste Eindruck: alles war sehr gepflegt und sauber, die Mitarbeiterinnen sehr freundlich.
Und von einer Fließbandabfertigung, welche hier erwähnt wurde, kann ich nicht sprechen. Eher der Besuch bei einem gut besuchten Augenarzt. Soweit also alles positiv.

Nach den ersten Voruntersuchungen ging es anschließend zur Augenoptikermeisterin zur Überprüfung der Sehschärfe. Dort wurden die Werte notiert und sie wollte mich noch ein wenig mit dem anstehenden Prozedere vertraut machen. Da ich aber schon viel im Internet gelesen habe, war ich im Vorfeld schon gut informiert. Andernfalls hätte sie mich sicherlich aufgeklärt.

Ich durfte wieder draußen Platz nehmen und wurde kurz darauf von der Augenärztin eingehend untersucht. Die gab dann auch das letzliche OK zur Femto-Lasik. Ich sprach sie dann auch direkt auf die Möglichkeit der Wellenfront-Lasik an. Sie müsse schauen, ob es bei mit durchführbar sei, da meine Hornhautdicke (511 und 527) wohl nicht die größte sei. Anschließend durfte ich wieder Platz nehmen und man gabe mir einen Hinweisbogen mit der Beschreibung der Lasik, dem davor, danach usw. mit. Kannte ich jedoch bereits alles und war für mich nicht wirklich von Belang. Dort wurde auch vermerkt, was bei mir gemacht werden würde (Femto-Lasik beidäugig usw.).

Ich durfte dann zur Rezeption gehen und die Gebühr für die Femto-Lasik bezahlen. Kurz darauf sollte es auch schon losgehen. Ich bekam die Beruhigungstablette und auch gleich die Betäubungstropfen verpasst. Die ersten Tropfen braunnten ein wenig, worauf ich im Vorfeld auch hingewiesen wurde, jedoch nur für 1 Sekunde.

Ich wurde dann in den Vor-OP-Bereich gebracht, wo ich die Schutzhüllen für die Schuhe, ein blaues OP-Hemd und eine OP-Haube aufgesetzt bekam. Ich möge mich hinsetzen und die Augen geschlossen halten. Vor mir wartete schon jemand.

Wie lange ich dort gewartet habe, kann ich nicht genau sagen, nur kam es mir nicht wirklich lang vor. Laut Aussage meiner Frau war ich wohl insgesamt fast eine Stunde im OP-Bereich verschwunden.

Mir wurde anschließend gesagt, dass der Laser auf Wellenfront umjustiert werden musste und es deshalb zu einer Verzögerung kam.

Und dann kam der Moment wo ich an der Reihe war. Ich durfte mich auf die OP-Liege legen. Dann bekam ich einen einen Saugring zur Fixierung auf das Auge gelegt, fühlte sich an wie ein hohler Eierbecher. Nicht schmerzhaft, aber auch nicht richtig angenehm, aber erträglich. Und zack war auch schon der Flap geschnitten. Dieselbe Prozedur noch für das rechte Auge und es konnte weitergehen. Nun wurde der Flap nach hinten geklappt, und ich musste auf einen roten Punkt achten. Diesen konnte ich noch gerade so erkennen. Die Ärztin zählte aber jeden Schritt runter, und ich war bestens informiert. Wobei ich sagen muss, dass die Beruhigungstablette bei mir extrem angeschlagen hat und ich fast eingeschlafen wäre :-).

Nachdem beide Augen gelasert wurden, wurde der Flap zurückgeklappt und fixiert. Worauf die Ärztin mir sagte, dass alles problemlos geklappt hat und ich jetzt entlassen wäre.

Die Arzthelferin geleitete mich aus dem OP-Saal, und ich bekam eine Sonnenbrille in die Hand (Blademodell), welche ich auch zum Schlafen auflassen solle.

Dann war ich schon wieder im Foyer, das Ganze kam mir ziemlich kurzweilig vor.

Kaum draußen angekommen, fingen die Augen schon an zu tränen. Jedoch konnte ich von einer Lichtempfindlichkeit nix spüren. Ich konnte meine Augen gar nicht offen halten, da diese sofort stark tränten. Und da war es egal, ob es hell oder dunkel war.

Insgesamt waren wir mit allen Voruntersuchungen ca. 3 1/2 Stunden vor Ort.

Dann ging es nach Hause. Meine Frau quälte sich aus dem Parkhaus, und ich hielt ein Nickerchen. Was ich auch den Rest des Tages machte. Gegen Abend konnte ich alles scharf erkennen, jedoch tränten die Augen noch ein wenig. Nicht so schlimm wie zu Beginn, aber da ich eh nicht fernsehen wollte, zog ich es vor weiterzuschlafen.

Am nächsten Morgen war von allem nix mehr zu spüren. 100%ige Sehkraft, keine trockenen Augen, alles wunderbar.

Zur Nachuntersuchung nach Köln durfte ich noch nicht fahren, aber nicht weil ich es von der Sehkraft her nicht gekonnt hätte, sondern weil ich noch keinen Nachweis über die Femto-Lasik hatte.

Bei der Nachuntersuchung sollte sich mein Eindruck bestätigen. 100%. Punktlandung :-)

Man gab mir eine Karte mit meinen alten Werten mit und als Nachweis, dass ich eine Lasik habe vornehmen lassen. Im Eifer des Gefechts bzw. der Freude über die Punktlandung habe ich natürlich vergessen nachzufragen, wie es denn mit einer Bestätigung für das Straßenverkehrsamt ist. Nachdem ich gerade im Lasikland bzgl. eines Termins in 2 Wochen nachgefragt habe, wurde mir bestätigt, dass ich die Bescheinigung nach dieser Untersuchung zugesandt bekäme, sobald die 100% festgestellt werden.

Ach ja, zur Zeit habe ich abends auch die Heiligenscheine um Lampen herum, worauf ich im Vorfeld jedoch auch schon hingewiesen wurde. Dies solle mit der Zeit verschwinden. Das ganze kenne ich jedoch von Kontaktlinsen, da ich dort ein ähnliches Verhalten hatte. Ansonsten ist bei mir alles in Ordnung, keine trockenen Augen, kein übermäßiges Fremdgefühl in den Augen. Eher so, als ob man Kontaktlinsen tragen würde, zumindest bei mir :-)

FAZIT:
Ich kann das Lasikland in Köln nur bedingungslos weiterempfehlen. Es waren alle nett und freundlich. Ich kam mir auch nicht vor wie am Fließband, sondern wie gesagt, eher bei einem gut besuchten Augenarzt. Ich habe aber auch nicht erwartet, dass mir jemand die ganze Zeit mein Händchen hält. Kurzum, für das gebotene Geld bekommt man eine solide Arbeit, mit der man rundum zufrieden sein kann.

Was hat das ganze im Endeffekt gekostet?
50,00 € Voruntersuchung
1.600,00 € die Femto-Lasik
62,23 € die verschriebenen Augentropfen.
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1.712,23 €, um ohne Brille durchs Leben zu gehen.

Ich hoffe, es hilft dem einen oder anderen diesen Schritt zu wagen. Empfehlen
kann ich es!

Meine ehemaligen Werte:
Refraktion:
R: -3,25 (-1,75 x 12°)
L: -4,25 (-1,25 x 1°)

Pachymetrie:
R: 527 μ
L: 511 μ
Flap 120 μ, 90 mm

Alexander L.