Was ist LASIK?

Was ist LASIK?

LASIK steht für Laser in situ Keratomileusis. Das bedeutet übersetzt, dass ein Laser unter einem Hornhaut-Flap (in situ) benutzt wird, um der Hornhaut eine neue Form zu geben (Keratomileusis). Der dafür benutzte Laser ist genau auf das Beseitigen von Sehschwächen spezialisiert und wird nur benutzt, um ein Leben ohne Sehhilfen möglich zu machen und das Sehen zu verbessern.

Wie funktioniert LASIK

Während der Operation schneidet der erfahrene Ophthalmochirurg einen präzisen dünnen Flap mithilfe eines Mikrokeratoms (konventionelle LASIK) oder besser noch mit einem Femtosekundenlaser (All Laser LASIK oder Femtolasik). Der Operateur klappt den Flap dann zur Seite und legt das Hornhautgewebe frei, damit der Excimerlaser die Oberfläche neu formen kann. Dieser Vorgang wird vorab genau berechnet und ist für jeden Patienten individuell. Der Flap wird dann behutsam wieder über das operierte Gewebe gelegt.

Welche Vorteile hat LASIK

LASIK hat einige Vorteile. Unter anderem:

  • Es funktioniert! Etwa 96% der behandelten Patienten hat nach der Operation das gewünschte Sehergebnis. Mit einer kleinen Nachbehandlung kann die Statistik sogar noch verbessert werden.
  • LASIK verursacht wenig Schmerzen, da vorab betäubende Augentropfen verabreicht werden.
  • Das Ergebnis ist bereits kurz nach der OP sichtbar.
  • LASIK verursacht keinerlei Narben oder Stiche.
  • Auch mehrere Jahre nach der LASIK kann erneut operiert werden, um eventuelle Veränderungen zu korrigieren.
  • Nach einer LASIK-Behandlung sind die meisten Patienten deutlich weniger abhängig von ihrer Brille bzw. Kontaktlinsen oder brauchen sie überhaupt nicht mehr.

Risiken und Komplikationen bei LASIK

LASIK und andere Formen der refraktiven Chirurgie wie LASEK und PRK gelten als sehr sicher und haben eine sehr gute Erfolgsquote. Sie werden eingesetzt um Myopie (Kurzsichtigkeit), Hyperopie (Weitsichtigkeit) und Astigmatismus (Stabsichtigkeit) zu behandeln und machen ein Leben ohne Brillen und Kontaktlinsen möglich.

Die meisten Nebenwirkungen der Laserchirurgie können entweder durch eine weitere Operation oder Medikamente behandelt werden.

Wie bei jeder anderen Operation gibt es einige Risiken, Nebenwirkungen und Ausschlusskriterien, die Sie vor Ihrer Entscheidung für einen Eingriff genau kennen und abwägen sollten. Bereits die Wahl eines gut ausgebildeten Spezialisten mit viel Erfahrung minimiert die potentiellen Risikofaktoren und macht Ihnen eine erfolgreichere Operation wahrscheinlicher.

Einer der wichtigsten Aspekte für ein gutes Operationsergebnis ist, ob Sie ein geeigneter Kandidat sind. Der behandelnde Arzt wird Sie ausführlich und eingehend untersuchen, um festzustellen, ob Sie geeignet sind. Dabei werden die Dicke und Beschaffenheit Ihrer Hornhaut, die Pupillengröße, die Sehschwäche, der Feuchtigkeitshaushalt der Augen und Ihre generelle Gesundheit untersucht. Bitte beantworten Sie alle Fragen zu Ihrer medizinischen Vorgeschichte und Medikamenten, die Sie ggf. nehmen, wahrheitsgemäß und ausführlich.

Auch wenn Sie für LASIK möglicherweise nicht geeignet sind, können doch andere Eingriffe wie PRK, LASEK oder Intraokularlinsen für Sie in Frage kommen.

Risikofaktoren und Ausschlusskriterien

Nicht jeder Patient kann mit LASIK behandelt werden. Bestimmte anatomische Gegebenheiten bedeuten ein erhöhtes Risiko für den Patienten und unbefriedigende Operationsergebnisse. Das sind unter anderem:

  • eine zu dünne Hornhaut
  • große Pupillen
  • hohe Sehschwächen
  • trockene Augen
  • das Alter
  • eine bestehende Schwangerschaft
  • Autoimmunerkrankungen

Komplikationen

Millionen von Patienten haben sich in den vergangenen 2 Jahrzehnten einer LASIK-Operation unterzogen und Operateure mit viel Erfahrung berichten, dass die Quote der Komplikationen
bei ca 1% liegt.

Die üblichen Komplikationen werden hier aufgelistet und die meisten können mit Medikamenten oder einer weiteren “Verbesserungsoperation” wieder behoben werden.

Leichte Sehschwierigkeiten sind kurz nach dem Eingriff normal. Mit leichten Irritationen, einer erhöhten Lichtempfindlichkeit und einem Fremdkörpergefühl müssen Sie sogar rechnen. Während der ersten Wochen und Monaten können Sie ebenfalls folgendes bemerken: Halos, Blendung und Strahlenkränze in der Dämmerung und besonders nachts, trockene Augen, verschwommenes Sehen und eine verminderte Sehschärfe. In den meisten Fällen sind diese Nebenwirkungen eine kurzfristige Erscheinung und verschwinden völlig nach drei bis sechs Monaten.

Komplikationen am Flap

Während der LASIK-Operation wird aus der Hornhautvorderfläche ein dünner Flap geschnitten, der weiterhin mit der Hornhaut verbunden bleibt. Der Flap wird dann für den Lasereinsatz weggeklappt und nach der Augenkorrektur wie ein natürlicher Verband wieder auf die Cornea aufgelegt.

Wenn der Flap nicht korrekt geschnitten wird, kann es sein, dass er sich nicht wieder fest genug am Auge saugt oder sich mikroskopisch kleine Falten bilden (Cornea-Striae). Diese Flap-Komplikationen verursachen dann eine irreguläre Hornhautoberfläche und somit verschwommenes Sehen.

Studien belegen, dass Flap-Komplikationen bei  0,3 bis 5,7% aller LASIK Eingriffe vorkommen (American Journal of Ophtalmology April 2006). Eine Studie aus 3009 durchgeführten LASIK-Operationen zwischen August 2002 und Juli 2009 wo ein Femtosekundenlaser die Flaps kreiert hat, belegt, dass dabei Flap-Komplikationen nur in 0,5% der Fälle auftraten. All diese Komplikationen konnten direkt während der Operation erfolgreich behoben werden.

Bitte bedenken Sie, dass die Auswahl eines erfahrenen Operateurs bereits die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen deutlich senkt.

Einige Probleme durch Flap-Komplikationen sind:

Irregulärer Astigmatismus

Dieser wird durch eine ungleichmäßige Krümmung der Hornhautoberfläche verursacht. Er kann auftreten, wenn die Laserkorrektur nicht mittig auf der Cornea durchgeführt wird oder durch einen ungleichmäßigen Heilungsverlauf.

Als Symptome werden Doppelbilder oder “Schatten” gesehen. Dies kann dann durch eine erneute LASIK-OP oder eine Korrektur-OP behoben werden.

Eingewachsene Epithelzellen

Es kann passieren, dass Zellen der äußeren Hornhautschicht ( Epithel ) unter dem Flap einwachsen. In den meisten Fällen hören die Zellen von selbst auf weiterzuwachsen und verursachen keine Probleme. In einigen wenigen Fällen (ca. 1 – 2% der LASIK Operationen) verursacht es jedoch verschwommenes Sehen oder ein Fremdkörpergefühl am Auge und muss dann in einer weiteren Operation, wo der Flap angehoben wird und das Gewebe darunter entfernt wird, behoben werden.

DLK (diffuse lammelar Keratitis)

Diese Entzündung unter dem Flap kann verschiedene Gründe haben. Eine leichte  Entzündung nach dem LASIK-Eingriff ist durchaus normal. Wenn es allerdings zu DLK, also einer starken Entzündung kommt, müssen Antibiotika oder Steroide verabreicht werden, um den Heilungsprozess und die Sehschärfe nicht zu gefährden. Wenn auch die Medikamente nicht wirken, kann man in einer erneuten Operation einfach den Flap anheben, um das entzündete Gewebe zu entfernen und das Gewebe drumherum zu schützen.

Keratektasie

Hierbei handelt es sich um eine äußerst seltene Vorwölbung der Hornhaut, die entstehen kann, wenn während der LASIK-Operation zu viel Hornhautgewebe entfernt wurde oder wenn die Hornhaut sich als schwächer erweist, als die Hornhauttopographie vorab vermuten ließ. Sehr selten tritt Keratokonus auch völlig ohne Risikofaktoren nach LASIK auf.

In der Regel kann keine Korrektur-Operation durchgeführt werden, aber es können harte Kontaktlinsen getragen werden, um die Hornhaut zu formen oder eine “Crosslinking-Operation” durchgeführt werden um das Hornhautgewebe zu stärken.

Trockene Augen nach LASIK

LASIK kann eine verminderte Tränenproduktion verursachen, so dass die Augen jucken und das Sehen etwas verschwommen ist. Etwa die Hälfte aller LASIK Patienten hat nach der Operation mehr oder weniger trockene Augen.

Normalerweise sind trockene Augen nach LASIK jedoch nur eine temporäre Erscheinung und können durch Medikamente deutlich verbessert werden.

Die Symptome des trockenen Auges verschwinden in der Regel, wenn der Heilungsprozess abgeschlossen ist, also nach etwa drei bis sechs Monaten. Patienten, die schon vor dem LASIK-Eingriff an trockenen Augen leiden, kommen in der Regel nicht als LASIK-Patient infrage und werden deshalb nicht operiert.

Signifikante Über- oder Unterkorrektur

Nicht jeder Operierte erreicht nach LASIK einen Visus von 100%! Möglicherweise benötigen Sie auch nach dem Eingriff weiterhin für bestimmte Aktivitäten eine Brille oder Kontaktlinsen.

Wenn der Laser zuviel oder zuwenig Hornhautgewebe abträgt oder das Heilungsverhalten Ihres Gewebes unüblich ist, kann es sein, dass der von Ihnen erreichte Visus unterdurchschnittlich ist. Zusätzlich kann Astigmatismus entstehen, wenn Ihre Hornhaut unregelmäßig heilt oder der Laser das Gewebe unregelmäßig abträgt.

In den meisten Fällen, bei denen das Sehergebnis nicht zufriedenstellend ist, liegt dies an einem nicht vorhersehbaren Heilungsverhalten der Hornhaut und sie heilt übermäßig gut, so dass das Sehen anfangs gut ist und danach eine Regression einsetzt und es wieder schlechter wird.

In den meisten Fällen einer größeren Unterkorrektur bzw. Regression kann man diese mit einer weiteren Laserkorrektur oder anderen Formen der refraktiven Chirurgie beheben. Dabei sollte man allerdings warten, bis die Sehstärke wieder stabil ist.

Augeninfektionen

Infektionen sind sehr selten und treten bei PRK’s insgesamt häufiger als bei LASIK auf. Man geht davon aus, dass der wieder auf die Hornhaut aufgelegte Flap eine gute sterile Umgebung schafft, die das Heilen begünstigt. Bei PRK und anderen Operationsmöglichkeiten wird das Gewebe abgetragen und bietet somit einen besseren Nährboden für Infektionen.

Typischerweise sind Augeninfektionen nach LASIK nur temporär und können gut mit Antibiotika und anderen entzündungshemmenden Medikamenten behandelt werden.

Wie häufig sind LASIK Komplikationen?

Dank der immer besseren Technologie und der optimalen Selektion der Patienten wird LASIK immer sicherer und effektiver. In der Anfangszeit der LASIK-Operationen in den 1990’ern haben Studien von einer Quote von Problemen in Höhe von etwa 5 % berichtet. Heute liegt diese Quote von ernsten Problemen bei weniger als 1%.

Eine weltweite Umfrage aus 2009 hat ergeben, dass 95% der Befragten, die zwischen 1995 und 2003 operiert wurden, mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Das Vertrauen in die LASIK-Operation ist den letzten Jahren immer größer geworden, da die Erfolgsquoten immer stabiler und größer wurden. Selbst das US Militär benutzt LASIK mittlerweile um die Soldaten weniger abhängig von Sehhilfen zu machen. In 2008 wurden 224.000 Militärmitarbeiter mit LASIK behandelt. Bevor LASIK 2000 beim Militär eingeführt wurde, mussten 4 Studien die Sicherheit und Effektivität belegen.

Die Ergebnisse von LASIK sind allerdings überwältigend. Die meisten Patienten aus dem Militär sehen 100% oder besser nach der Operation und ohne weitere Sehhilfen und die Rate der Komplikationen ist sehr gering. Laut einer Studie kam es bei nur einem von 112.500 Behandelten zu einer Berufsunfähigkeit durch LASIK.

In einer anderen Studie berichten die amerikanischen Piloten vom Marine Corps und der NAVY, dass alle Behandelten bereits zwei Wochen nach der Operation einen Visus von 100% erreichten.

Als sie einen Monat nach der OP bezüglich Ihrer Zufriedenheit befragt wurden, antworteten 95% der Patienten, dass der Eingriff ihre Effektivität als Pilot verbessert hat und 100% würden sie anderen Piloten empfehlen.

So wurden bereits Millionen von Patienten erfolgreich mit LASIK behandelt und LASIK bietet hohe Erfolgsquoten.

Welche Sehqualität Sie nach LASIK erwarten können

In einem groß angelegten Report der American Academy of Ophthalmology Website wurden 64 Studien seit 2000 ausgewertet und wie folgt aufgearbeitet:

  • in einer detaillierten Analyse der 64 Studien wurde erarbeitet, dass durchschnittlich 92% der operierten mit Myopie oder mit Myopie und Astigmatismus 2,0 dpt oder weniger von 0,00 dpt abweichen. Je kleiner die Kurzsichtigkeit war, desto besser war das Ergebnis nach der OP.
  • in 22 Studien wurden die Ergebnisse der Operationen bei geringer bis starker Kurzsichtigkeit verglichen. Durchschnittlich 94% der Patienten erreichten nach dem Eingriff einen Visus von 50% oder besser und benötigten keine Sehhilfe mehr. War die Kurzsichtigkeit vorher nur schwach bis moderat, waren es 99% der Patienten mit einem Visus von 50% oder besser. Bei starker Kurzsichtigkeit waren es 89%.
  • die selben Studien haben auch die Ergebnisse der Operationen bei Weitsichtigkeit verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass 88% der Augen mit Hyperopie oder mit Hyperopie und Astigmatismus weniger als 1,00 dpt von 0,00 dpt abweichen und einen unkorrigierten Visus von 50% nach der Operation erreichten.

Laut einer Analyse von wissenschaftlichen Veröffentlichungen der American Society of Cataract and Refractive Surgery aus 2008 liegt die Zufriedenheitsquote bei LASIK-Patienten weltweit bei 95,4 %.

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