Lasik-Operation

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Ob Sie am Tag nach der Femto-Lasik wieder arbeiten können ist sehr stark von Ihrer Arbeit abhängig. Sie könnten zum Beispiel einer Arbeit im Büro wieder nachgehen. Wichtig ist nur, dass bei der Arbeit kein Wasser und kein Staub in die Augen gelangt. Ein KFZ-Mechatroniker, ein Lagerarbeiter, aber auch ein Bademeister sollten ein paar Tage mit der Arbeit pausieren, um die Infektionsgefahr möglichst gering zu halten. Dasselbe gilt für Beschäftigte im Krankenhaus, in Arztpraxen und Alters-bzw. Pflegeheimen, sowie auch für Tierärzte und deren Angestellte. Als Universitätsprofessor, in den meisten Lehrberufen oder an der Kasse zum Beispiel dürfen Sie am nächsten Tag wieder arbeiten. Wer viel am PC arbeitet, womöglich in einem klimatisierten Raum, wird länger Befeuchtungstropfen benutzen müssen. Berufsfahrer müssen darauf achten, dass sie vor Wiederaufnahme ihres Berufs ausreichend sehen. Nutzen Sie dafür unsere Nachkontrolltermine. Während der ersten Wochen sollte man die Klimaanlage im Auto auslassen. Und egal welcher Tätigkeit Sie nachgehen, wichtig ist, dass Sie Ihre Tropfen weiterhin wie vorgeschrieben benutzen.

Natürlich ist es vollkommen normal, am Tag nach einer FEMTO-LASIK noch nicht ganz klar zu sehen. Die Augen müssen sich erst erholen und Sie dürfen noch Ihre Tropfentherapie zu Ende bringen! Selbst Patienten, die schon am ersten Tag eine Sehschärfe von 100 Prozent aufweisen, haben wahrscheinlich noch ein kleines Defizit in der Sehqualität. Ein normaler Verlauf wäre in etwa so: direkt nach der Operation kann das Sehen, abhängig von den ursprünglichen Werten, eventuell schon etwas besser sein als vorher ohne Sehhilfe, die nächsten paar Stunden sind dann im allgemeinen etwas unangenehm; man hat ein leichtes Fremdkörpergefühl, die Augen können etwas tränen, brennen und stechen, und dadurch wird auch das Sehen etwas beeinträchtigt. In dieser Zeit ist es am besten, die Augen geschlossen zu halten. Nach diesen paar Stunden sind die Augen schon ziemlich erholt, und die meisten Patienten können dann auch wieder Autofahren. Aber man sollte nie vergessen, dass, obwohl die Heilung anfangs sehr schnell fortschreitet, der eigentliche Heilungsprozess monatelang dauert. In dieser Phase kann es noch zu Sehschwankungen kommen. Ein häufiger Grund für noch unklares Sehen in der Anfangszeit sind trockene Augen und in diesem Fall kann mit künstlicher Tränenflüssigkeit abgeholfen werden. Zusätzlich sind bei über Vierzigjährigen leichte Sehstörungen in der Ferne oder der Nähe über ein paar Wochen die Regel. Hier hilft dann etwas Geduld.

Falls nach einer ersten Excimer-Laser-Operation noch ein kleiner Wert übrig geblieben sein sollte, kann, wenn dieser Wert auch das Sehen beeinträchtigt, nach einer bestimmten Zeit im allgemeinen eine Nachkorrektur mit dem Excimerlaser vorgenommen werden. Vorbedingungen hierfür sind unter anderem eine noch ausreichende Hornhautdicke unter dem Hornhautdeckelchen und eine adäquate Wölbung der Hornhaut, die, wie auch alle anderen Parameter, vor dem Nachlasern natürlich noch einmal neu vermessen werden. Nach Erwägung aller Vor- und Nachteile mit dem Patienten, wird dann die Art der Laser-Nachkorrektur bestimmt. Dabei sind mehrere Varianten möglich; denkbar wären eine LASEK nach einer ersten LASEK oder auch Femtolasik, möglich ist aber auch umgekehrt eine Femtolasik nach einer LASEK. Auch diese Entscheidung wird mit dem Patienten zusammen getroffen. Falls nach einer Femtolasik eine Nachkorrektur nötig ist, kann das vorhandene Hornhautdeckelchen mit einem Spezialgerät angehoben werden und darunter nachgelasert werden. In diesem Fall, wie auch bei der Femtolasik im Allgemeinen können Sie, nach anfänglichem leichten Fremdkörpergefühl während der ersten paar Stunden, dann schon am nächsten Tag wieder gut sehen.

Mit einem Astigmatismus (Hornhautverkrümmung, oder auch Stabsichtigkeit) sieht der Patient auch mit einem Auge einen Punkt als kurze Linie, eine leichte Unschärfe, kleine Schatten, oder auch feine Doppelbilder. Die Sehqualität und die Sehschärfe sind gestört. Diese Art der Fehlsichtigkeit kann unter anderem auch Kopfschmerzen bereiten, das Tragen einer Brille ist dabei oft unbequem und Kontaktlinsen sind unter Umständen schwer anzupassen. Grundsätzlich kann auch ein Astigmatismus mit einer Laser-Operation behandelt werden. Bis zu einem Wert von ca. fünf bzw. sechs Dioptrien kann eine solche Hornhautverkrümmung mit einer Femtolasik oder einer LASEK bzw. PRK ohne weiteres gelasert werden. Auch eine Hornhautverkrümmung im Zusammenhang mit einer Kurz- oder Weitsichtigkeit kann behandelt werden. Dabei spielt die Gesamt-Dioptrienstärke eine große Rolle. Unsere Augenärzte werden Sie dabei beraten, so dass auch bei Ihnen eine optimale Laserkorrektur durchgeführt werden kann.

Es sollte mit einem Femtosekundenlaser kombiniert sein, an ein Wellenfrontgerät angebunden sein, mit einer Geschwindigkeit von 500 Herz arbeiten, eine variable Spotgröße haben und einen hochleistungsfähigen EyeTracker besitzen.

Ein gutes Laserzentrum erkennt man schon am ersten Telefonat, nachdem Sie gut vorbereitet zur Voruntersuchung kommen sollten um dort dann freundlich und kompetent empfangen zu werden. Stellen Sie Sich dann im Verlauf der Untersuchung, Beratungen und Aufklärung einfach weiterhin zum Beispiel folgende Fragen: Wurde eine Wellenfrontaufnahme durchgeführt? Wurden Ich gut beraten bzw. aufgeklärt? Habe ich noch offene Fragen?-Es sollten keine Fragen offen bleiben, Sie sollten vollkommen sicher in die Op gehen. Falls eine LASIK-Operation empfohlen wurde, ist dies auch wirklich eine FEMTO-LASIK? Hat die Klinik die besten LASER-Geräte; mit hochsensiblen Eye-Tracker, einem individuellem Ablationsprofil, einer Schnelligkeit von 500 Herz und variabler Spotgröße? Hat die Klinik ein gut eingespieltes Team mit erfahrenen Chirurgen? Hat der Chirurg mich auf alle Alternativen hinwiesen und alle Risiken erwähnt? Bin ich noch verunsichert? Falls nach der Beratung und Aufklärung noch Unklarheiten bestehen, können Sie uns jederzeit nochmal ansprechen. Wir werden Ihnen gern weitere Auskünfte geben.

Generell ist eine Excimer-Laser-Operation nach anderen Augenoperationen, wie zum Beispiel nach einer Schiel- oder Kataraktoperation möglich. Das gilt auch für Operationen an der Oberfläche der Augen, wie zum Beispiel einer Flügelfell-Entfernung. Eine Ausnahme wäre eine Grüne Star-Operation, nach der man in den meisten Fällen aus Sicherheitsgründen von einer Excimer-LASER-Operation absehen würde. Normalerweise wird nach einer vorhergehenden Operation auch eine FEMTOLASIK möglich sein. Lediglich bei starken Bindehautvernarbungen nach einer Schiel-Operation oder auch nach einer schweren Binde- oder Lederhautverletzung kann eine LASEK bzw. eine PRK die Methode der Wahl sein. Das gleiche gilt bei Vorderkammerlinsen nach schwierigen oder traumatischen Star-Operationen. Natürlich kann auch nach anderen refraktiven Operationsmethoden nachgelasert werden. Dabei richtet sich das Vorgehen naturgemäß nach der vorigen Operation, aber generell werden auch hier eine FEMTOLASIK oder LASEK bzw. PRK möglich sein.

Wie bei jeder Operation gibt es auch bei der LASER-Korrektur der Fehlsichtigkeiten Kontraindikationen, bei denen eine solche Operation nicht vorgenommen werden darf. Dabei unterscheidet man relative von absoluten Kontraindikationen. Unter einer absoluten Kontraindikation versteht man einen Zustand, bei dem auf keinen Fall eine Excimer-Laser Operation durchgeführt werden darf. Für die LASEK oder PRK sind das: zum einen chronisch progrediente Hornhauterkrankungen, wie zum Beispiel ein Keratokonus, ein grauer Star mit Auswirkungen auf das Sehen, ein grüner Star mit ausgeprägten Veränderungen des Gesichtsfeldes, sowie eine feuchte Makuladegeneration. Weiterhin dürfen Patienten unter achzehn Jahren sowie Schwangere und Stillende auf keinen Fall gelasert werden. Bei der FEMTO-LASIK kommen als weitere Kontraindikationen noch eine Hornhautdicke unter 480 Mikrometer vor der Operation, sowie eine Resthornhautdicke unter 250 Mikrometer nach der Operation hinzu, und auch bei einem Forme Fruste Keratokonus (einer Vorstufe des Keratokonus, die nur mittels Messungen nachgewiesen werden kann) und bei bestimmten rheumatologischen und Autoimmunerkrankungen darf hier nicht operiert werden. Zudem kann auch die Einnahme bestimmter Medikamente wie Amiodaron oder Isotretinoin eine Excimer-Laser-Operation verhindern.

Bei weniger als einem Prozent aller Patienten bleibt nach einer Excimer-Laser-Behandlung eine leichte Restfehlsichtigkeit zurück. Bei sehr jungen Patienten, vor Allem bei Bestehen einer hohen Kurzsichtigkeit, kann während des postoperativen Verlaufs eventuell auch ein geringfügiger Wert neu entstehen. Bei höhergradiger Kurz- oder Weitsichtigkeit und hohem Astigmatismus ist das Risiko einer Restfehlsichtigkeit leicht erhöht. Das Risiko ist ebenfalls erhöht, falls es in der Genesungsphase zu einer Infektion oder einer Reaktion kommen sollte. Deshalb ist es von großer Wichtigkeit, dass Sie die vorgeschriebene Therapie, vorwiegend mit Augentropfen, genau einhalten und die Nachkontrollen wahrnehmen. Denn auch wenn Sie nichts spüren sollten, es kann dennoch sein, dass die Tropfentherapie geändert werden muss, und das kann dann nur Ihr Augenarzt. Die wichtigste Vorraussetzung für eine Nachkorrektur mit dem Excimer-Laser bei einer Restfehlsichtigkeit ist eine ausreichende restliche Hornhautdicke. Ein weiteres Kriterium ist die Steilheit der Hornhaut. Beide Kriterien werden, unter anderem, vor einer Nachbehandlung, wenn nötig zu verschiedenen Terminen, nachgemessen. Nach einer bestimmten Zeit des Abwartens können wir dann, wenn alle Bedingungen erfüllt sind, eine weitere Laser-Behandlung durchführen. Diese ist für Sie während eines bestimmten Zeitraums kostenfrei.

Für die Excimer-Laser-Korrektur von Fehlsichtigkeiten gibt es einen Standart. Diesen hat der Berufsverbandes der Augenärzte und die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft gemeinsam als Kommission für Refraktive Chirurgie in den KRC Empfehlungen festgelegt. Er dient der Bewertung und der Qualitätssicherung refraktiv-chirurgischer Eingriffe. Dementsprechend sind für eine verläßliche Oberflächenbehandlung, also einer PRK oder LASEK, Werte bis -6 Dioptrien und ein Astigmatismus bis 5 Dioptrien am besten geeignet. Die Anwendungsbereiche für eine FEMTO-LASIK sind demnach bis -8 Dioptrien für Kurzsichtigkeit, bis -5 Dioptrien für Stabsichtigkeit und +3 Dioptrien für Weitsichtigkeit. Zusätzlich zu diesen Anwendungsbereichen gibt es noch Grenzbereiche mit etwas erweiterten Spektrum. Bei einem gemeinsamem Vorliegen von Myopie beziehungsweise Hyperopie und Astigmatismus muss entsprechend berechnet werden. Eine Presbyopie, also eine Altersweitsichtigkeit, die bei über Vierzigjährigen vorhanden ist, kann mit dem Excimer-Laser nur mittels einer Monovision korrigiert werden. Das heißt das nicht-dominante Auge bleibt etwas im Minusbereich und ist dann zuständig für die Nähe. Vorher wird das dominante Auge bestimmt, das dann das Sehen in die Ferne übernimmt. Diese Methode ermöglicht dann weitgehende Brillenfreiheit, ihre Verträglichkeit sollte allerdings vorher mittels eines Kontaktlinsen-Test geprüft werden.