FAQs

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Ob eine FEMTO-LASIK bei Ihnen in Frage kommt, hängt von verschiedenen Kriterien ab. Zum einen müssen 18 Jahre oder älter sein, zum anderen sollten Sie keine Kollagenose oder ähnliche Autoimmunerkrankung haben. Auch ein nicht gut eingestellter Diabetes Mellitus ist, genauso wie das Vorliegen einer fortgeschrittenen Netzhautbeteiligung bei Diabetes eine Kontraindikation für eine LASIK-Operation. Ihre Brillenwerte sollten im Jahr vor der Operation stabil gewesen sein. Sie dürfen zum Zeitpunkt der Operation nicht schwanger sein und nicht stillen. Abstillen sollte drei Monate vor dem Eingriff erfolgt sein. Bestimmte Medikamente wie Amiodaron sollten nicht benötigt werden, und blutverdünnende Mittel, wenn möglich vor der Operation abgesetzt werden. Schließlich müssen natürlich die Hornhaut-Topographie Meßwerte passend sein, denn bei bestimmten Hornhauterkrankungen, wie einem Keratokonus, oder auch nur dessen Verdacht, darf eine Excimer-Laser-Operation nicht durchgeführt werden. Die gilt auch für eine Hornhautdicke unter 480 Mikrometern. Die ärztliche Untersuchung schließlich dient zum Ausschluss eines Grauen oder Grünen Stars sowie einer Makuladegeneration, die einen refraktive Korrektur mit dem Laser ebenfalls verhindern würden. Aber falls eine FEMTO-LASIK bei Ihnen nicht durchführbar ist, bietet sich vielleicht immer noch eine LASEK beziehungsweise PRK an, die auch bei dünnerer Hornhaut und aktivem Kampfsport möglich ist.

Generell können alle Werte, für die Sie eine Brille oder Kontaktlinsen benötigen, auch gelasert werden. Dies sind normalerweise Werte ab einer Dioptrie. Im Einzelfall wird Ihr Augenarzt dies immer mit Ihnen persönlich besprechen. Es muss immer sehr gut abgewogen und besprochen werden, ob ein bestimmter Wert bei einem bestimmten Patienten gelasert werden soll. Zum einen hat dies mit der Beschäftigung zu tun, denn in unterschiedlichen Berufen sind Sehansprüche unter Umständen sehr unterschiedlich. Ein Uhrmacher oder ein Gefäßchirurg braucht ein anderes Sehen als ein Krahnführer oder ein Lehrer. In etlichen Berufen müssen Schutzbrillen getragen werden, da kann eine zusätzliche Sehhilfe unter Umständen stören, so dass es empfehlenswert sein kann, auch einen etwas geringeren Wert zu lasern. Bei Berufen, die sich viel oder nur im Freien abspielen, bei einem Förster oder einem Bauarbeiter stört die Brille, wenn sie bei Regen naß wird oder beschlägt. Was womöglich sogar gefährlich werden könnte. Das gleiche gilt auch für viele Sportler. Vor allem auch für Wassersportarten. Fahrer aller Art brauchen sehr gutes Sehen in die Ferne und ein großes Gesichtsfeld, was durch einen Brillenrahmen immer etwas eingeschränkt ist. Auch da kann es von Vorteil sein, einen nicht allzu hohen Wert lasern zu lassen. Zum anderen hängt es vom Alter des Patienten ab. Schon eine geringe Weitsichtigkeit bei einem Patienten über 40 Jahren stört diesen beim Lesen. Mit einer Laserkorrektur kann hier die Lesebrille noch etwas rausgeschoben werden.

Ob Sie am Tag nach der Femto-Lasik wieder arbeiten können ist sehr stark von Ihrer Arbeit abhängig. Sie könnten zum Beispiel einer Arbeit im Büro wieder nachgehen. Wichtig ist nur, dass bei der Arbeit kein Wasser und kein Staub in die Augen gelangt. Ein KFZ-Mechatroniker, ein Lagerarbeiter, aber auch ein Bademeister sollten ein paar Tage mit der Arbeit pausieren, um die Infektionsgefahr möglichst gering zu halten. Dasselbe gilt für Beschäftigte im Krankenhaus, in Arztpraxen und Alters-bzw. Pflegeheimen, sowie auch für Tierärzte und deren Angestellte. Als Universitätsprofessor, in den meisten Lehrberufen oder an der Kasse zum Beispiel dürfen Sie am nächsten Tag wieder arbeiten. Wer viel am PC arbeitet, womöglich in einem klimatisierten Raum, wird länger Befeuchtungstropfen benutzen müssen. Berufsfahrer müssen darauf achten, dass sie vor Wiederaufnahme ihres Berufs ausreichend sehen. Nutzen Sie dafür unsere Nachkontrolltermine. Während der ersten Wochen sollte man die Klimaanlage im Auto auslassen. Und egal welcher Tätigkeit Sie nachgehen, wichtig ist, dass Sie Ihre Tropfen weiterhin wie vorgeschrieben benutzen.

Eine große Angst der Patienten ist die vor unwillkürlichen Augenbewegungen. Allerdings ist diese Angst unbegründet, denn dafür ist vorgesorgt. Bei der FEMTO-LASIK gibt es zwei LASER, die Operation wird also in zwei Schritten durchgeführt. Der erste LASER ist der Femtosekunden-LASER. Er ist zuständig für das Hornhautdeckelchen, den Flap. Damit er überhaupt lasern kann, wird das Auge zu allererst mit einem Silikonring schmerzlos fixiert. Diese Prozedur dauert nur wenige Sekunden. Darauf folgt die Korrektur der refraktiven Werte am Excimer-LASER. Dieser LASER besitzt einen hochmodernen Eye-Tracker. Selbst kleinste Augenbewegungen werden in Milisekundenschnelle registriert, so dass der LASER den Laserstrahl wieder korrekt auf das Auge zentrieren kann. Bei größeren Augenbewegungen wird der Laserstrahl kurz ausgeschaltet und fängt bei guter Fixation des Auges sofort wieder an, um eine perfekte Korrektur zu erzielen. Sie brauchen also keine Angst zu haben. Alle Behandlungen werden trotz unwillkürlicher Augenbewegungen exakt ausgeführt werden.

Natürlich ist es vollkommen normal, am Tag nach einer FEMTO-LASIK noch nicht ganz klar zu sehen. Die Augen müssen sich erst erholen und Sie dürfen noch Ihre Tropfentherapie zu Ende bringen! Selbst Patienten, die schon am ersten Tag eine Sehschärfe von 100 Prozent aufweisen, haben wahrscheinlich noch ein kleines Defizit in der Sehqualität. Ein normaler Verlauf wäre in etwa so: direkt nach der Operation kann das Sehen, abhängig von den ursprünglichen Werten, eventuell schon etwas besser sein als vorher ohne Sehhilfe, die nächsten paar Stunden sind dann im allgemeinen etwas unangenehm; man hat ein leichtes Fremdkörpergefühl, die Augen können etwas tränen, brennen und stechen, und dadurch wird auch das Sehen etwas beeinträchtigt. In dieser Zeit ist es am besten, die Augen geschlossen zu halten. Nach diesen paar Stunden sind die Augen schon ziemlich erholt, und die meisten Patienten können dann auch wieder Autofahren. Aber man sollte nie vergessen, dass, obwohl die Heilung anfangs sehr schnell fortschreitet, der eigentliche Heilungsprozess monatelang dauert. In dieser Phase kann es noch zu Sehschwankungen kommen. Ein häufiger Grund für noch unklares Sehen in der Anfangszeit sind trockene Augen und in diesem Fall kann mit künstlicher Tränenflüssigkeit abgeholfen werden. Zusätzlich sind bei über Vierzigjährigen leichte Sehstörungen in der Ferne oder der Nähe über ein paar Wochen die Regel. Hier hilft dann etwas Geduld.

Falls Ihre Allergie auch die Augen betrifft, sollte diese natürlich zuvor behandelt werden, um dann in einem allergiefreien Intervall die Excimer-Laser-Operation ohne Komplikationen durchführen zu können Allergien betreffen zunehmend mehr Menschen in Deutschland. Oft ist es nur ein Heuschnupfen, der ein paar Wochen Unangenehmlichkeiten stiftet, manchmal sind es Allergien, die das ganze Jahr über aktiv sind, und denen man oft nur schwer ausweichen kann. Wer schwer davon betroffen ist, wird über eine Desensibilisierung schon beraten worden sein. Wenn die Beschwerden allerdings nur Saison-bedingt auftreten, und wenn sie dann auch noch lediglich die Augen betreffen, werden vorwiegend Augentropfen verordnet werden. Der Grund dafür liegt in der hohen Wirksamkeit und Verträglichkeit dieser Präparate. Als Basis werden meist Antihistaminika oder andere anti-allergische Augentropfen verwendet. Dazu kommen künstliche Befeuchtungstropfen, die ganz ohne Nebenwirkungen die Allergene einfach aus den Augen auswaschen. Und im Extremfall gibt es Kortisontropfen, die man allerdings wegen ihrer bekannten Nebenwirkungen, wie den graue oder den grünen Star, nur kurzfristig anwenden sollte. Auch Antihistaminika in Tablettenform
können wirksam sein und sind meist auch sehr gut verträglich. All diese Medikamente können allein oder in Kombination verwendet werden. Die Entscheidung für eine bestimmte Therapie wird sich nach der Dauer und der Schwere der Erkrankung richten. Wichtig ist auf jeden Fall: wenn Ihre Allergie die Augen betrifft, sollte die Laseroperation in einem beschwerdefreien Intervall durchgeführt werden. So wird dafür gesorgt, dass die Heilung nach der Operation möglichst unkompliziert verläuft und damit auch das bestmögliche refraktive Ergebnis erreicht wird. Falls Sie nach einer Laseroperation wieder an allergischen Beschwerden leiden sollten, kann dann selbstverständlich wieder die gleiche antiallergische Therapie wie früher angewendet werden.

Wenn nach der Voruntersuchung die Wahl auf eine LASIK fällt, wird das bei uns immer ein FEMTO-LASIK sein. Bei der FEMTO-LASIK wird das Hornhautdeckelchen, also der Flap, immer mit einem LASER, dem sogenannten Femtolaser geschnitten. Der Laser macht das, indem er winzige Gasbläschen in eine vorbestimmte Ebene der Hornhaut setzt. Dabei ist während der benötigten 10-20 Sekunden lediglich ein leichter Druck auf dem Auge zu spüren. Dieser Druck kommt zum Einen von dem Silikonring, der das Auge fixiert, zum Anderen durch das Andocken an den Laser-Konus, der dafür sorgt, dass die Laserstrahlen da ankommen, wo sie sollen. Das Lasern selbst ist absolut schmerzfrei. In unserer Klinik benutzen wir hierfür den Intralase IFS, zur Zeit einer der besten auf diesem Gebiet. Im Gegensatz dazu wird bei der konventionellen LASIK das Hornhautdeckelchen mit einer Klinge, dem sogenannten Mikrokeratom geschnitten. Zusätzlich zum erhöhten Druck, der dabei auf das Auge einwirkt, ist diese Methode bei Weitem unsicherer; das Risiko von zum Beispiel, um nur die Wichtigsten zu nennen; zu dünnen Flaps, von unvollständigen Flaps und von Löchern im Flap ist unvergleichlich höher. Der Flap, der durch ein Mikrokeratom geschaffen wird, ist in der Mitte dünner, es handelt sich um einen sogenannter Meniskus-Flap. Der Flap, der mit dem Femtolaser kreiert wird, hat eine gleichmäßige, vorher sehr gut vorhersehbare Dicke. Dies wirk sich vor allem günstig aus, wenn die Hornhaut von Anfang an nicht sehr dick ist, oder auch bei einer eventuellen Nachkorrektur, da ein solcher Flap sicherer anzuheben ist.

Grundsätzlich gilt: nach der Lasik ein paar Tage kein Sport. Natürlich kann dann jede Sportart weiter ausgeübt werden. Eine Ausnahme bilden Kampfsportarten wie zum Beispiel Boxen, Kickboxen oder Karate. Wer eine solche Kontaktsportarten ausübt, kann diese nach einer PRK oder LASEK ohne Bedenken auch weiterhin praktizieren. Auf eine LASIK sollte in diesem Fall aus Sicherheitsgründen besser verzichtet werden. Mit Sportarten wie zum Beispiel Fitness, Laufen, Fahrradfahren, kann man nach einer Woche wieder fortfahren. Bei Sport im Freien dabei noch eine Weile eine Sonnen- bzw. Schutzbrille tragen. Schwimmen im Pool oder am Meer ist nach zwei Wochen wieder erlaubt, ebenso die Sauna oder das Dampfbad. Tauchen mit Taucherbrille oder Schnorcheln dürfen Sie dann nach drei Wochen wieder.

Schon einen Tag nach der FEMTOLASIK dürfen Sie sich wieder schminken. Make-Up, Puder (beim Auftragen am besten die Augen kurz schließen), Lippenstift, Wangenrouge, und auch Abdeckstifte sind erlaubt. Sie sollten dabei Kosmetika, aber auch Cremes, Lotionen und Seren nur in den Bereichen um Wangen und Augenbrauen auftragen, denn Sie müssen für zwei Wochen noch die Augen aussparen. Falls Sie unter sehr trockener Haut leiden, dürfen Sie schon während der ersten paar Tage spezielle, Parfüm- und Konservierungsmittelfreie Creme (erhältlich in der Apotheke) ganz vorsichtig im Bereich der Augen verwenden. Legen Sie dabei besonderen Wert darauf, dass keine Creme ins Auge gelangt und reiben Sie nicht die Augen. Während der ersten zwei Wochen nach der LASIK verboten sind Lidschatten in Puder- oder Cremeform, Cajal, Mascara, und Lid-Seren zur Verlängerung der Wimpern. Vor allem Stifte und die kleinen Mascara-Bürstchen könnten die noch empfindlichen Augen sehr leicht verletzen, und schon kleine Hornhautkratzer in der Heilungsphase können zu Infektionen führen. Zudem besteht während der ersten zwei Wochen eine erhöhte Gefahr von Flap-Verletzungen beim Abschminken.

Eine Woche nach einer Excimer-Laser-Behandlung sind die Augen noch sehr empfindlich. Sie sollten nicht allzu sehr schwitzen, denn dann ist die Gefahr größer, dass Sie sich die Augen reiben. Und Sie sollten beim Duschen wegen erhöhter Infektionsgefahr kein Wasser in die Augen bekommen. Aber nach einer Woche dürfen Sie dann zum Beispiel wieder gemäßigt laufen, Fahrradfahren oder ins Fitness-Studio gehen. Bei Sport im Freien empfiehlt sich weiterhin eine Schutz- bzw. Sonnenbrille wegen herumfliegender Insekten und kleiner Fremdkörper. Mit Hochleistungssport sollten Sie noch ca. einen Monat warten. Schwimmen, im Meer oder im Pool können sie nach etwa zwei Wochen wieder. Dies gilt auch für die Sauna oder das Dampfbad. Tauchen, Schnorcheln und andere Wassersportarten sind nach drei Wochen wieder erlaubt. Nach einer LASIK sollten Sie keinen Kampfsport mehr ausüben wegen eventueller Verletzungsgefahr für den Flap. In diesem Fall empfiehlt sich eine LASEK oder eine PRK, nach der Sie wieder unbekümmert Karate, Jiu Jitsu, Kickboxen oder ähnliches betreiben dürfen.