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Laser Behandlung
Laser-Operation
Lasik
Lasik-Operation
Generell können alle Werte, für die Sie eine Brille oder Kontaktlinsen benötigen, auch gelasert werden. Dies sind normalerweise Werte ab einer Dioptrie. Im Einzelfall wird Ihr Augenarzt dies immer mit Ihnen persönlich besprechen. Es muss immer sehr gut abgewogen und besprochen werden, ob ein bestimmter Wert bei einem bestimmten Patienten gelasert werden soll. Zum einen hat dies mit der Beschäftigung zu tun, denn in unterschiedlichen Berufen sind Sehansprüche unter Umständen sehr unterschiedlich. Ein Uhrmacher oder ein Gefäßchirurg braucht ein anderes Sehen als ein Krahnführer oder ein Lehrer. In etlichen Berufen müssen Schutzbrillen getragen werden, da kann eine zusätzliche Sehhilfe unter Umständen stören, so dass es empfehlenswert sein kann, auch einen etwas geringeren Wert zu lasern. Bei Berufen, die sich viel oder nur im Freien abspielen, bei einem Förster oder einem Bauarbeiter stört die Brille, wenn sie bei Regen naß wird oder beschlägt. Was womöglich sogar gefährlich werden könnte. Das gleiche gilt auch für viele Sportler. Vor allem auch für Wassersportarten. Fahrer aller Art brauchen sehr gutes Sehen in die Ferne und ein großes Gesichtsfeld, was durch einen Brillenrahmen immer etwas eingeschränkt ist. Auch da kann es von Vorteil sein, einen nicht allzu hohen Wert lasern zu lassen. Zum anderen hängt es vom Alter des Patienten ab. Schon eine geringe Weitsichtigkeit bei einem Patienten über 40 Jahren stört diesen beim Lesen. Mit einer Laserkorrektur kann hier die Lesebrille noch etwas rausgeschoben werden.
Wenn nach der Voruntersuchung die Wahl auf eine LASIK fällt, wird das bei uns immer ein FEMTO-LASIK sein. Bei der FEMTO-LASIK wird das Hornhautdeckelchen, also der Flap, immer mit einem LASER, dem sogenannten Femtolaser geschnitten. Der Laser macht das, indem er winzige Gasbläschen in eine vorbestimmte Ebene der Hornhaut setzt. Dabei ist während der benötigten 10-20 Sekunden lediglich ein leichter Druck auf dem Auge zu spüren. Dieser Druck kommt zum Einen von dem Silikonring, der das Auge fixiert, zum Anderen durch das Andocken an den Laser-Konus, der dafür sorgt, dass die Laserstrahlen da ankommen, wo sie sollen. Das Lasern selbst ist absolut schmerzfrei. In unserer Klinik benutzen wir hierfür den Intralase IFS, zur Zeit einer der besten auf diesem Gebiet. Im Gegensatz dazu wird bei der konventionellen LASIK das Hornhautdeckelchen mit einer Klinge, dem sogenannten Mikrokeratom geschnitten. Zusätzlich zum erhöhten Druck, der dabei auf das Auge einwirkt, ist diese Methode bei Weitem unsicherer; das Risiko von zum Beispiel, um nur die Wichtigsten zu nennen; zu dünnen Flaps, von unvollständigen Flaps und von Löchern im Flap ist unvergleichlich höher. Der Flap, der durch ein Mikrokeratom geschaffen wird, ist in der Mitte dünner, es handelt sich um einen sogenannter Meniskus-Flap. Der Flap, der mit dem Femtolaser kreiert wird, hat eine gleichmäßige, vorher sehr gut vorhersehbare Dicke. Dies wirk sich vor allem günstig aus, wenn die Hornhaut von Anfang an nicht sehr dick ist, oder auch bei einer eventuellen Nachkorrektur, da ein solcher Flap sicherer anzuheben ist.
Schon einen Tag nach der FEMTOLASIK dürfen Sie sich wieder schminken. Make-Up, Puder (beim Auftragen am besten die Augen kurz schließen), Lippenstift, Wangenrouge, und auch Abdeckstifte sind erlaubt. Sie sollten dabei Kosmetika, aber auch Cremes, Lotionen und Seren nur in den Bereichen um Wangen und Augenbrauen auftragen, denn Sie müssen für zwei Wochen noch die Augen aussparen. Falls Sie unter sehr trockener Haut leiden, dürfen Sie schon während der ersten paar Tage spezielle, Parfüm- und Konservierungsmittelfreie Creme (erhältlich in der Apotheke) ganz vorsichtig im Bereich der Augen verwenden. Legen Sie dabei besonderen Wert darauf, dass keine Creme ins Auge gelangt und reiben Sie nicht die Augen. Während der ersten zwei Wochen nach der LASIK verboten sind Lidschatten in Puder- oder Cremeform, Cajal, Mascara, und Lid-Seren zur Verlängerung der Wimpern. Vor allem Stifte und die kleinen Mascara-Bürstchen könnten die noch empfindlichen Augen sehr leicht verletzen, und schon kleine Hornhautkratzer in der Heilungsphase können zu Infektionen führen. Zudem besteht während der ersten zwei Wochen eine erhöhte Gefahr von Flap-Verletzungen beim Abschminken.
Die PRK-, bzw. die sehr ähnliche LASEK-Methode, also Laser-Oberflächen-Behandlungen der Hornhaut, sind keinesfalls schlechter als die anderen Excimer-Laser-Operationen. Sie sind nur anders; bei einer Oberflächen-Behandlung wird kein stromaler Flap angehoben, es gibt also keinen Hornhautschnitt. Deshalb kommen weder ein Femtosekunden-Laser noch ein Mikrokeratom zum Einsatz, beides neuere Instrumente, die vorwiegend dazu dienen, den Diskomfort nach der Operation zu verringern und die Rehabilitation zu beschleunigen. Gelasert wird direkt an der Hornhautoberfläche, nach Entfernung der oberflächlichsten, äußerst dünnen Epithelschicht. Die Hornhaut bleibt deshalb insgesamt dicker, und somit ist diese Operationsmethode vor allem bei einer dünnen Hornhaut empfehlenswert – oder sogar die einzig mögliche Behandlungs-Methode. Auch bei manchen Berufsgruppen, bei Polizisten zum Beispiel oder bei Soldaten ist die Oberflächenbehandlung angebracht, und bei der Ausübung von Kampfsport ist eine PRK oder LASEK die Methode der Wahl, da später die Hornhaut ohne Hornhautdeckelchen gegen Schläge unempfindlicher ist. Leider lassen sich Oberflächenbehandlungen nicht bei allen Werten durchführen. Am besten Sie besprechen sich hierüber mit Ihrem Augenarzt. Übrigens, auch wer sehr große Angst vor Operationen hat, kann von einer LASEK profitieren, denn die Operation selbst ist schneller durchgeführt, und zudem angenehmer für den Patienten.
Ganz grundsätzlich ist eine Femto-Lasik bei Kampfsport nicht ausgeschlossen. Es kommt nämlich drauf an, ob Sie hauptsächlich trainieren oder auch an Wettkämpfen teilnehmen. Kampfsport-Training ist auch mit einer Femto-Lasik möglich. Man kann ohne Bedenken eine Woche nach der Operation wieder seine Ausdauer trainieren, wie zum Beispiel beim Seilspringen, aber auch kräftig auf einen Sandsack oder Punching-Ball schlagen. Falls Sie allerdings auch an Wettkämpfen teilnehmen, einen solchen Sport professionell ausüben, oder auch nur in den Sparing treten, sollte zur Sicherheit keine Femto-Lasik durchgeführt werden, denn dann sind Kopf- und Augenverletzungen jeglicher Art durch Schläge oder Tritte nicht ausgeschlossen, und dies bedeutet unter Umständen eine Gefahr für den Flap. Diese Gefahr besteht überdies jahrelang. Es bringt nichts, wenn Sie mit dem Kampfsport ein paar Wochen pausieren. In diesem Fall ist eine Oberflächenbehandlung wie die LASEK bzw. PRK die bessere Lösung, denn nur dann können Sie Ihren Sport mit Spaß, konzentriert und ohne Bedenken ausführen.
Direkt im Anschluss an die Operation wird mit den Tropfen begonnen. Diese ersten Tropfen träufeln wir noch Operationssaal ein. Während der ersten Stunden benötigen Sie dann lediglich die antibiotischen Tropfen, die Sie alle drei Stunden, wenn Sie wach sind, einträufeln. Am nächsten Tag beginnt dann im Regelfall die Routinemäßige Tropftherapie. Das heißt, Sie benutzen weiterhin die antibiotischen Tropfen, jetzt aber  drei mal am Tag während der Wachstunden. Weiterhin fangen Sie an dem Tag mit den Kortison-Tropfen an, ebenfalls drei mal am Tag während der Wachstunden. Dabei werden Sie die antibiotischen Tropfen eine Woche, die Kortison-Tropfen hingegen zwei Wochen lang anwenden. Tränenersatzmittel, mit denen Sie ebenfalls am Tag nach der Operation anfangen, werden für die ersten vier Wochen alle zwei Stunden, danach, im Regelfall ein paar Monate, meist drei bis vier Mal am Tag eingeträufelt. Dabei gilt,  schon vorher leicht trockene Augen hatte, viel am Bildschirm sitzt und sich in klimatisierten Räumen aufhält, wird etwas häufiger und länger tropfen müssen als andere, die sich vielleicht viel im Freien aufhalten können.
Bei hohen Fehlsichtigkeiten kann eine Laser-Behandlung alleine oft nicht das erwünschte Ergebnis herbeiführen. Allerdings können diese durch das Implantieren von Intraokularlinsen sowie durch Bioptik korrigieren werden. Bioptik nennt man die Kombination aus Intraokularlinse und einer Excimer-Laser-Operation. Diese Methode wird angewendet, wenn weder mit der Intraokularlinse noch mit der LASIK alleine eine optimale Korrektur der komplizierten Fehlsichtigkeit möglich ist.
Weder eine LASIK, noch eine LASEK bzw. PRK verursachen sichtbare Narben.
Stellen Sie Sich hierfür einfach folgende Fragen: Werden Sie gut empfangen? Wird eine Wellenfrontaufnahme durchgeführt? Wurden Sie gut aufgeklärt? Falls eine LASIK-Operation empfohlen wurde, ist dies auch eine FEMTO-LASIK? Hat die Klinik die besten LASER-Geräte; mit Eye-Tracker, individuellem Ablationsprofil, Schnelligkeit von 500 Herz und variabler Spotgröße? Hat die Klinik ein gut eingespieltes Team mit erfahrenen Chirurgen?
Es sollte mit einem Femtosekundenlaser kombiniert sein, an ein Wellenfrontgerät angebunden sein, mit einer Geschwindigkeit von 500 Herz arbeiten, eine variable Spotgröße haben und einen hochleistungsfähigen EyeTracker besitzen.
Selbstverständlich kann man neben der Kurzsichtigkeit (Myopie) auch Weitsichtigkeit (Hyperopie) und Stabsichtigkeit (Astigmatismus) lasern. Dies ist auch in Kombination möglich. Einzig die Altersweitsichtigkeit kann mit LASIK noch nicht zuverläßig behandelt werden.
Ein Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) kann bis zu einem bestimmten Wert mit einer Laser-Operation behandelt werden. Dies ist auch bei Astigmatismus im Zusammenhang mit einer Kurz- oder Weitsichtigkeit möglich.
Falls nach einer ersten Excimer-Laser-Operation noch ein kleiner Wert übrig bleiben oder wieder entstehen sollte, kann nach einer bestimmten Zeit nachgelasert werden. Die Bedingung hierfür ist eine noch ausreichende Hornhautdicke.
Im Normalfall kann der bei der ersten Operation hergestellte Flap vom Chirurgen wieder angehoben werden. Dies macht die Operation für Sie angenehmer.