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Das menschliche Auge ist ein Sinnesorgan. Sehen bedeutet nicht nur unsere Umwelt zu erkennen sondern damit verbunden ist auch unsere Wahrnehmung. Da die empfangenen Lichtstrahlen erst im Gehirn zu einem Bild verarbeitet werden, interpretiert jeder Mensch das gleiche Betrachtungsobjekt auf ganz unterschiedliche Weise. Farben werden unterschiedlich verarbeitet, Größen und Entfernungen unterschiedlich abgeschätzt. Die Sympathie wird durch das ansehen geprägt. Es liegt also alles im Auge des Betrachters. Etwas zu sehen ist sehr oft mit einem Gefühl gekoppelt. Mit der Fähigkeit sehen zu können verbinden sich auch unser Hörvermögen, ja auch der Geruchs- und Geschmackssinn. Nehmen wir einmal zur Erklärung ein Beispiel an einem Apfel. Allein nur durch das Ansehen des Apfels mit unseren Augen können wir anhand der Farbe des Apfels schon Rückschlüsse ziehen auf Geschmack und Geruch. Es stellt sich auch schon unser persönliches Mögen oder nicht Mögen des Obststücks ein. Ein Gefühl breitet sich in uns aus und damit wird auch eine bestimmte Erwartungshaltung erzeugt. Durch das alleinige Ansehen eines Mitmenschen ist es bei uns Menschen schon so das wir den Gegenüber automatisch kategorisieren, so entstehen Redewendungen wie: auf den ersten Blick, oder aber auch: der erste Eindruck zählt. Dieser erste Eindruck entsteht nur durch unsere Fähigkeit der visuellen Warnehmung. Augen sind somit also mit einer unseren wichtigsten Sinnesorgane. Durch das vorhanden sein von zwei Augen ist uns das räumliche Sehen erst möglich. Durch die dreidimensionale Betrachtungsweise eröffnen sich uns Menschen
andere Denkansätze und eine viel größere Vorstellungskraft als bei manch anderen Lebewesen.

Üblicherweise besitzen wir Menschen zwei Augen. Es handelt sich dabei um eines unserer Sinnesorgane. Es dient uns zur visuellen Wahrnehmung unserer Umwelt, zur Orientierung und schnellen Erkennung von Gefahren. Durch unsere Augen ist uns der alltägliche Umgang mit unserem Umfeld sehr gut möglich.
Durch die unterschiedlichen Seheindrücke der beiden Augen ist uns ein Stereosehen möglich. Die beiden empfangenen Bilder werden im Gehirn zu einem Seheindruck verschmolzen. Damit ist es uns Menschen erst möglich mit ein wenig Lebenserfahrung Entfernungen abschätzen zu können.
Das Auge ist in zwei Hauptabschnitte unterteilt.
Der vordere Augenabschnitt besteht aus der durchsichtigen Hornhaut, dahinter ist die vorderer Augenkammer gefüllt mit Kammerwasser. Danach liegt die Iris, die mit der Pupille eine Art Blende für das Auge bildet. In der hinteren Kammer sitzt im Ziliarmuskel eingebettet die Linsenkapsel mit der Augenlinse. Diese wird beim Blick in die Nähe von der Ringmuskulatur zusammengedrückt. Dadurch ist es dem Menschen möglich in unterschiedlichen Entfernungen deutlich sehen zu können. Erst im Alter, wenn diese Muskulatur weniger leistungsfähig ist und die Augenlinse etwas unflexibler geworden ist benötigt man meistens erst eine Lesebrille.
Hinter der Augenlinse befindet sich der Glaskörper. Im hinteren Bereich des Auges ist die Netzhaut mit den Lichtrezeptoren, die Aderhaut, der Sehnerv und als äußere Begrenzung die Lederhaut des Auges zu finden. Die Rezeptoren der Netzhaut sind in zwei unterschiedliche Typen einzuordnen. Die Zapfen sind für das Farbensehen und die Stäbchen für das Dämmerungssehen zuständig. In der Mitte der Netzhaut, der Makula ist der Punkt des schärfsten Sehens. Hier liegen ausschliesslich Zapfen und diese in besonders hoher Zahl vor.
Die Papille oder sogenannter Blinde Fleck liegt direkt neben der Makula und ist die Stelle, wo der Sehnerv aus dem Auge tritt. Der Sehnerv ist die Datenverbindung zwischen Netzhaut und dem Gehirn.Hier werden die empfangenen Lichtimpulse erst zu einem Bild umgewandelt.
Jede kleinste Veränderung oder Abweichung in diesem komplexen System kann das Sehen beeinflussen.

Weitsichtigkeit liegt vor wenn der Brennpunkt des einfallenden Lichtes in ein Auge hinter der Netzhaut liegt und somit kein deutliches Bild abgebildet werden
kann. Man spricht auch von Übersichtigkeit. Verursacht werden kann eine Weitsichtigkeit entweder durch ein zu klein bzw. kurz gebautes Auge oder wenn die Brechkraft des Auges in Bezug auf seine Baulänge zu niedrig ist. Der Fachbegriff Hyperopie beschreibt dies genau. Um eine Weitsichtigkeit ausgleichen zu können benötigt man eine Brille mit Pluswerten oder aber auch Contactlinsen können zur Korrektur getragen werden. Meist ist allerdings für einen Weitsichtigen das Sehen durch Contactlinsen weniger deutlich als durch eine Brille. Für den Betroffenen ist ein Sehen in der Ferne wesendlich besser als in der Nähe. Das Fokusieren auf nahe gelegene Objekte ist kaum möglich. Bei jungen Menschen fällt diese Art der Fehlsichtigkeit in nur seltenen Fällen auf, da die Kontraktion der Ringmuskulatur um die Augenlinse noch so stark ist das die fehlende Brechkraft selbst aufgebracht werden kann. Oft macht es sich bei den Betroffenen durch Kopfschmerzen erst bemerkbar oder aber auch das Schulkinder schlechter Lesen lernen als gleichaltrige Mitschüler. Deshalb ist es sehr wichtig schon in kleinstem Alter die Augen auf Fehlsichtigkeit beim Augenarzt prüfen zu lassen. Falls nur eine Weitsichtigkeit auf einem Auge vorliegt oder auch die Sehleistung sehr unterschiedlich ist kann durch Abkleben des besseren Auges die Sehleistung des schlechteren Auges trainiert werden.

Setzt eine Altersweitsichtigkeit ein müssen die Pluswerte nochmals erhöht werden, da die Muskulatur im Auge mit zunehmendem Alter die Fähigkeit verliert sich auf nahe Objekte deutlich einzustellen.

Früher fand man weitsichtige Menschen in Berufen wie Jäger oder Kundschaftler, aber auch als Warsager oder Sternedeuter. Heute ist es sogar möglich durch Laserchirurgie die Weitsichtigkeit zu beheben.

Myopie oder Kurzsichtigkeit ist eine Form der optischen Fehlsichtigkeit.
Hierdurch entsteht ein Abbildungsfehler im Auge. Verursacht wird dieser Fehler durch ein zu lang geformtes Auge oder für die Baulänge des Auges eine zu hohe Brechkraft der Augenlinse. So kommt es nicht zu einer Abbildung genau auf der Netzhaut des Auges und das Sehen ist undeutlich. Dabei erscheinen weit entfernte Objekte wesendlich undeutlicher als nahe gelegene. Da die meisten kurzsichtigen Menschen nah sehr gut sehen können kommt es zur Bezeichnung Kurzsichtigkeit. Als eine Korrektur dieser Fehlsichtigkeit noch nicht bekannt war fand man in vielen Berufen, wo es darauf ankam in der Nähe gut sehen zu können, Menschen mit kurzsichtigen Augen. Sie waren Buchhalter, Schneider, Gelehrte. Auch heute findet man unter studierten Menschen und Menschen mit Berufen in denen mehr Naharbeit abverlangt wird, mehr kurzsichtige als weitsichtige Menschen oder auch Rechtsichtige.

Als rechtsichtig bezeichnet man Menschen die keine Sehhilfe benötigen um eine Sehleistung von 100% zu erreichen.
Wie weit der Betroffene noch deutlich sehen kann hängt von der Höhe der Dioptrie ab die benötigt wird um die Brechkraft des Auges ausgleichen zu können. Mittels einer Refraktionsmessung wird die Dioptriehöhe ermittelt. Da die Brechkraft des Auges erhöht ist, kann man bei den Betroffenen durch Minus-Dioptrie-Werte die Sehleistung verbessern. Da es sich nicht um eine Erkrankung handelt ist auch keine ursächliche Behandlung möglich. Durch das Tragen von Sehhilfen in Form von Brille oder Contactlinse ist es jedoch möglich auch in der Ferne dann deutlich sehen zu können.

Auch durch eine operative Korrektur, heutzutage mit Laserchirurgie, wird die Brechkraft des Auges verändert und somit die Möglichkeit gegeben die Kurzsichtigkeit auszugleichen. Somit ist es dann möglich dauerhaft, ohne Tragen einer Brille oder Contactlinse, in der Ferne deutlich zu sehen.

Die Augen, die uns helfen, unsere Umwelt wahrnehmen zu können, sind eines unserer wichtigsten Organe. Deshalb ist es wichtig schon im Kindesalter für eine gute Sehschärfe zu sorgen. Bei eventuellen Anzeichen wie undeutliches Sehen, Schmerzen am Auge oder Kopfschmerzen sollte früh reagiert werden. Sehfehler können unterschiedlicher Herkunft sein. Neben Hyperopie, Myopie und Astigmatismus kann im Alter auch erst eine Presbyopie entstehen.
Außer bei Presbyopie können durch eine Lasik-Behandlung diese Sehfehler korrigiert werden. Diese chirurgische Therapie kann als Alternative neben den konventionellen Therapien wie Brille und Kontaktlinsen angewandt werden.

Die wichtigsten Sehfehler

• Myopie: Kurzsichtigkeit: Die Nähe ist deutlich, die Ferne undeutlich erkennbar.
• Hyperopie: Weitsichtigkeit: Die Nähe ist undeutlich, die Ferne kann deutlicher erkannt werden.
• Astigmatismus: Stabsichtigkeit: Die Seheindrücke sind verzerrt und können sowohl in der Nähe als
auch in der Ferne zu undeutlichem Sehen führen.
• Presbyopie: Durch Alter bedingte Einschränkung der Sehfähigkeit in der Nähe.

Die Cornea, Hornhaut, ist die klare durchsichtige Hautschicht im vorderen Teil des Auges. Sie hat mit zur Aufgabe, das Licht so zu bündeln, dass es zu einer deutlichen Abbildung im Auge kommen kann. Durch Unregelmäßigkeiten in der Oberfläche kann es zu keiner deutlichen Abbildung im Auge kommen. Diesen Zustand nennt man Refraktionsfehler des Auges. Diese Fehlsichtigkeit wird üblicherweise mit Brille oder Kontaktlinsen ausgeglichen. Für erwachsene Patienten ist dieser Fehler durch die refraktive Chirurgie behebbar.

Wird eine Fehlsichtigkeit nicht rechtzeitig erkannt und ausgeglichen, kann es neben Schmerzen am Auge oder Kopfschmerzen auch zu einer Fehlstellung der Augen führen. Dies nennt man Schielen und kann zu Doppelsehen führen. Auch ist es gerade bei Kindern von äußerster Wichtigkeit frühzeitig die Fehlsichtigkeit durch Brille oder Kontaktlinsen auszugleichen um eine Amblyopie
(Ungleichsichtigkeit der Augen) zu verhindern.

Beobachtete Symptome und Befunde bei Sehstörungen durch veränderte Cornea

• Verschwommenes Sehen
• Schmerzen
• Störungen durch das Licht
• Rötungen
• Tränende Augen
• Das Gefühl eines fremden Objekts im Auge
• Der Verlust der Transparenz der Kornea und Fleckenbildung (Leukom)

Die Therapie

Die Therapie der Hornhaut wird mit topischen (örtlichen) und systemischen (ganzheitlichen) Medikamenten, der Abdeckung des Auges mit Bandagen, therapeutischen Kontaktlinsen, Bedeckung des Auges mit der Amnionmembran, therapeutische Laseranwendungen und mit Keratoplastik, erzielt. Falls die Beschwerden der Hornhaut oberflächlich sind, geschieht die vollständige Verbesserung, im Allgemeinen, in ein bis zwei Tagen. Bei der Kornea – Ödem Behandlung werden künstliche Tränen, konzentrierte NaCL, und in manchen speziellen Zuständen topische Silikonölpräparate, verwendet.