Behandlung

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Die LASIK-Methode

Die LASIK-Methode ist die am häufigsten angewandte Operationsmethode zur Korrektur von Sehfehlern. Sie wurde weltweit bis heute in ca. 17 Millionen Fällen durchgeführt.
Bei einer LASIK-Operation wird nach der Präparation einer dünnen Hornhautlamelle, auch Flap genannt, die Hornhaut unter dem Flap mit einem Excimer-Laser so modelliert, dass die Fehlsichtigkeit ausgeglichen wird. Danach klappt der Chirurg das Hornhautdeckelchen wieder an seinen Platz zurück.

Die LASIK-Methode kann man wiederum in 2 Gruppen unterteilen; es gibt zum einen die klassische, konventionelle LASIK und als neuere Methode die FEMTO-LASIK. Der wesentliche Unterschied zwischen diesen beiden Methoden liegt darin, dass der Flap bei der konventionellen LASIK mit einem kleinen Messer geschnitten wird, dem sogenannten Mikrokeratom, und bei der FEMTO-Sekunden-LASIK mit einem Laser. Dadurch wird die FEMTO-Sekunden zu einer all-LASER-Behandlung, und damit präziser und sicherer.

Die FEMTO-LASIK Methode:

femto-lasik-methodeDie Bedeutung des FEMTO-Sekunden-LASERs wird durch die Präzision und die Sicherheit seiner Ergebnisse klar. Ein Fakt, der uns jeden Tag noch deutlicher wird. Mit hervorragender Computergesteuerten Technologie vermindert er beim wichtigsten und empfindlichsten Operationsschritt den Gewebeschaden aufs Minimalste. Während bei der klassischen Methode dieser erste Schritt durch den Operateur mit einem Mikrokeratom vorgenommen wird, übernimmt der FEMTO-Sekunden-LASER dies nun mit Mikrometer-Genauigkeit. Dadurch wird die Fehlerquelle um einen wichtigen Prozentsatz reduziert.

Mit der FEMTO-Sekunden-Laser-Technologie wird die refraktive Chirurgie erst sicher, und das Komplikationsrisiko auf ein Minimum vermindert. Nur durch diese neuartige FEMTO-Sekunden-Laser-Technologie wird die refraktive Chirurgie zu einer der sichersten Operationsmethoden überhaupt. Dies wurde auch durch zahlreiche klinische Arbeiten bestätigt.

Der Ablauf der FEMTO-Sekunden-LASER Behandlung

1. Schritt

Die sich im vorderen Bereich des Auges befindende Hornhaut ist durchsichtig und hat die Form eines Uhrglases. Sie besteht aus nicht durchblutetem Gewebe, ist im Durchschnitt ungefähr einen halben Millimeter dick und wirkt als starke Linse. Nachdem die Hornhaut schmerzfrei mit einem Silikonring fixiert wurde, trennt der Femtosekunden-Laser eine sehr dünne kreisrunde Hornhautlamelle, auch als Flap bezeichnet, von ca. einem zehntel Millimeter Dicke vom vordersten Hornhautabschnitt an, die dann vom Chirurgen aufgeklappt wird.

2. Schritt

Die nun freigelegte Hornhautschicht wird durch eine computergesteuerte gezielte Abtragung des Gewebes mit dem Excimer-Laser optimiert. Die Korrektur der Fehlsichtigkeit entsteht durch die dadurch herbeigeführte Veränderung der Lichtbrechung an der Hornhaut. Dieser Vorgang dauert nur wenige Sekunden und ist absolut schmerzfrei. Unwillkürliche Bewegungen der Augen werden dabei sofort vom Eye-Tracker System erfasst und vom Laser ausgeglichen. Im Anschluss daran wird der Flap wieder zurückgeklappt. Aufgrund von Adhäsionskräften liegt die Hornhautlamelle sofort wieder fest und präzise an ihrer ursprünglichen Stelle.

Die LASIK-Methode wurde schon millionenfach angewendet und ist die am häufigsten benutzte operative Korrektur von Fehlsichtigkeiten. Der Eingriff gilt unter Medizinern als schnell durchführbar, unkompliziert und sicher.

femto-lasik-augenlasern Komplikationen während einer LASIK-Operation ergaben sich in der Vergangenheit hauptsächlich beim Schneiden des Flaps mittels eines sehr dünnen Messers (Mikrokeratom). Das Risiko eines unregelmäßigen Flaps war nicht zu unterschätzen. Genau aus diesem Grunde wird die Femto-LASIK empfohlen, da somit eine der wenigen existierenden Fehlerquellen ausgeschlossen wird.

Mit der FEMTO-LASIK ist der erste Schritt, also das Separieren der Hornhautlamelle vollkommen computergesteuert. So ergibt sich ein Flap mit genau der gewünschten Dicke und Form sowie dem gewünschten Durchmesser. Durch die variierbare zuverlässige Dickeneinstellung konnten die Behandlungsgrenzen erweitert werden. Mittels dieser neuartigen Technologie können jetzt auch vielfach Augen behandelt werden, die für eine konventionelle LASIK Operation nicht in Frage kamen. Alle Mikrokeratom-bedingte Komplikationen sind damit verschwunden. Die Behandlung wird zu einer reinen LASER-Behandlung (all Laser). Der Flap wird vollkommen berührungsfrei, präzise und gewebeschonend in einer genau bestimmter Tiefe präpariert. Dies garantiert stabilere Flaps mit verbesserter Heilung und höherer biochemischer Stabilität sowie eine höheren Qualität der Sehschärfe nach der Operation.
Im Fazit: mehr Sicherheit für den Patienten und bessere Seh-Qualität mit dem FEMTO-Sekunden Laser.

Wie sicher ist die konventionelle LASIK-Methode?

Die konventionelle LASIK-Methode ist bei gut geeigneten Augen mit minimalen Risiken sicher und verspricht gute visuelle Ergebnisse. Sie wurde bis heute mit minimaler Komplikationsrate Millionenfach durchgeführt. Mit Intralase ist die Komplikationsrate durch den Ausfall der Flap-Komplikationen vernachlässigbar gering. Zusätzlich können heute Augen, die früher einer LASIK-Operation nicht zugänglich waren eventuell Risikolos operiert werden.

Warum ist FEMTO-Sekunden-LASIK teurer?
Generell ist neuere Technik teurer. Das liegt zum einen daran, dass die Geräte an sich in der Anschaffung einen hohen Preis haben, und zweitens daran, dass vielfach zusätzliche Einmalinstrumente benutzt werden müssen, was weitere Kosten verursacht. Eines dieser Instrumente ist das Andockgerät. Allerdings finden die meisten Patienten, dass der Kostenunterschied im Vergleich zu den gewichtigen Vorteilen, wie erhöhte Sicherheit und größerer Erfolg, unbeträchtlich ist.

Warum FEMTO-LASIK?

  • weil der FEMTO-Sekunden-Laser, im Vergleich zum herkömmlichen Mikrokeratomen, den Patienten durch die Elimination potentieller Komplikationen eine extra Sicherheit bietet. Die Gefahr von Flap-Verrutschen, und -Falten, sowie freien Flaps, Button-holes und anderen Flap-Komplikationen wird ausgeschaltet.
  • weil mit dem FEMTO-Sekunden-Laser die Bildung dünnerer Flaps möglich ist, und dadurch nun auch Patienten mit dünner Hornhaut die Chance haben, gelasert zu werden.
  • weil durch die Präparation dünnerer Flaps mit dem FEMTO-Sekunden-Laser sich auch Patienten mit höheren Sehfehlern einer Excimer-Laser Operation unterziehen können.
  • weil mit dem FEMTO-Sekunden-Laser für Arzt und Patienten die Sicherheit besteht, dass die Flap-Bildung komplikationslos sein wird, und somit die ganze Operation entspannter verläuft.
  • weil FEMTO-Sekunden-LASIK komplett Computergesteuert und somit mit höchster Präzision durchgeführt wird.
  • weil der FEMTO-Sekunden-Laser einen Flap kreiert, der beim Zurücklegen ideal auf seinen vorherigen Platz passt.
  • weil die Behandlung mit dem FEMTO-Sekunden-Laser schmerzlos ist und während der Operation weniger Druck auf das Auge ausgeübt wird, was die ganze Prozedur für den Patienten bequemer gestaltet.

Die Konventionelle LASIK
Mit der konventionellen LASIK-Operation können Sehfehler wie Kurzsichtigkeit (Myopie), Weitsichtigkeit (Hypermetropie) und Stabsichtigkeit (Astigmatismus) mit einem Computergesteuerten Excimer-LASER wirkungsvoll und schmerzlos beseitigt werden.
Dabei bedient sich der Operateur eines Mikrokeratoms, mit dessen Hilfe er eine dünne oberflächliche Hornhautlamelle präpariert. Anschließend wird dieser Flap vorsichtig aufgeklappt und mit dem Excimer-Laser der Sehfehler korrigiert. Zum Schluss wird der Flap zurückgeklappt und in seinen ursprünglichen Zustand gebracht.
Diese Methode der Beseitigung einer Fehlsichtigkeit erfreut sich seit langen Jahren großer Beliebtheit. Allerdings kann es, wenn auch selten, zu Mikrotom-abhängigen Flapkomplikationen kommen.
Die LASIK-Methode ist sowohl vom amerikanischen FDA (Food and Drug Administration), als auch vom BVA (Berufsverband der Augenärzte) und von der DOG (Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft) anerkannt.

Während der Augen-Laser-Operation

  • Es besteht keine Notwendigkeit einer Narkose, Spritze oder ähnlicher starker Betäubungsmittel vor der Operation. Eine leichte Beruhigungstablette und betäubende Augentropfen reichen vollkommen aus.
  • Auch während der Operation können Sie mit dem Arzt reden, und mit ihm in Verbindung bleiben.
  • Selbst wenn Sie während der Operation die Augen bewegen sollten, wird dies kein echtes Problem darstellen. Der Eye-Tracker des Excimer-LASERs folgt Ihren kleinsten Augenbewegungen und sorgt immer dafür, dass die LASER-Behandlung an der richtigen Stelle erfolgt.

Nach der Operation

  • sie können sofort nach der Operation nach Hause gehen.
  • nach der Operation ruhen Sie sich am besten zuhause ein paar Stunden aus.
  • die von uns mitgegebene Schutzbrille wird Ihre Augen vor Berührung schützen.
  • am nächsten Tag könne Sie Ihr gewohntes Leben langsam wieder aufnehmen.
  • das Tragen einer Sonnenbrille wird für die nächsten Tage empfohlen.
  • auf keinen Fall sollten Sie für die nächsten Tage Ihre Augen reiben oder drücken
  • Benutzen Sie die von uns verschriebenen Augentropfen wie von uns verordnet.

Custom LASIK
Die Custom LASIK ist die zurzeit fortschrittlichste Technologie für eine individuell auf jeden Patienten zugeschnittene Excimer-Laser-Behandlung. Mittels der dabei verwendeten neuentwickelten Wellenfront-Geräte, kann jedes Auge ganz speziell bis auf das kleinste Detail abgemessen, und die Daten direkt an das Laser-Gerät gesendet werden. Die Laser-Strahlen werden dann durch die Wellenfront-Daten direkt gesteuert.
Die Custom LASIK-Methode ist die einzige Methode, die das Potential bietet, eventuell noch besser sehen zu können als mit Brille oder Kontaktlinsen, denn das Wellenfront-Gerät misst präzise beinahe jeden Punkt im Auge, womit dann eine genau Kartierung des gesamten Auges hergestellt wird. Die Genauigkeit dieser Daten ist ca. fünfundzwanzigmal höher als die einer konventionellen Karte. Alle Unregelmäßigkeiten des gesamten Auges, auch die, die vorher gar nicht gemessen werden konnten, können nun mit großer Genauigkeit vermessen werden.
Die Hornhaut unserer Augen ist asphärisch, das heißt, sie ist ganz besonders gekrümmt, so dass sich alle in das Auge einfallenden Lichtstrahlen in einem scharfen Fokus auf der Netzhaut treffen. Diese asphärische Krümmung kann durch eine Wellenfront-Behandlung oder eine optimierte Ablation erhalten bleiben. Somit bleiben Aberrationen höherer Ordnung unverändert oder werden zum Teil sogar in ihrer Wirkung abgeschwächt. Bei einer konventionellen Excimer-Laser-Therapie hingegen, können Aberrationen höherer Ordnung sogar induziert werden. Daraus ergeben sich auch die Vorteile einer Custom LASIK und einer optimierten Ablation.
Die Chance, nach der Operation hundert Prozent zu sehen ist höher, und es existiert die Chance eventuell sogar besser sehen zu können als hundert Prozent oder als Vorher mit Brille oder Kontaktlinsen. Bei Vergleich mit der konventionellen Laser-Therapie entstehen zu vernachlässigende Veränderungen im Kontrastsehen, die Nachtsicht hat eine sehr viel höhere Qualität und die Lichtempfindlichkeit (glare) sowie das Empfinden von Halos ist bedeutend geringer.
Allerdings wird bei einer Custom LASIK mehr gesundes Hornhautgewebe abgetragen, als bei einer FEMTO-LASIK ohne Wellenfront-geführter Ablation. Dieser Unterschied beträgt ca. 30µm und darf vor allem bei dünneren Hornhäuten nicht vernachlässigt werden. Das heißt, nicht bei allen Patienten kann eine Custom LASIK durchgeführt werden, und bei Patienten ohne bzw. mit einer kleinen Anzahl von Aberrationen höherer Ordnung ist eine optimierte Ablation mit verschiedenen Zonen sogar besser.

Topographiegeführte LASIK
Mit einer topographiegeführten LASIK werden vor allem Patienten behandelt, die nach einer vorhergehenden Laser-Behandlung eine Dezentrierung der Behandlungszone, eine Behandlungszone, die für optimales Sehen noch vergrößert werden könnte, oder eine unregelmäßige Ablation aufweisen. Eventuell können mit dieser Methode auch Patienten mit Hornhautnarben und zentralen Hornhautunregelmäßigkeiten, oder nach radialer Keratotomie oder Hornhauttransplantation behandelt werden.

  • vorübergehende Irritation der Augen, mit leichtem Brennen und Fremdkörpergefühl.
  • vorübergehende Sehstörungen in Form von unscharfem Sehen und Sehschwankungen.
  • die Notwendigkeit einer Lesebrille ab einem Alter von 40 Jahren.
  • sind normale Zustände nach einer erfolgreichen Excimer-Laser Behandlung!

Die PRK-Methode

prk-lasiklandAls PRK-Behandlung wird die operative Korrektur einer Fehlsichtigkeit an der Oberfläche der Hornhaut mittels eines Excimer LASERs (ohne Flap) bezeichnet.

Es handelt sich dabei um einen sehr kurzen, ebenfalls schmerzlosen Eingriff.

Nach der Betäubung der Hornhaut mittels Augentropfen, beginnt die Behandlung durch Ablösen der oberflächlichen Zellschicht der Hornhaut, des Epithels, mittels einer speziellen Lösung. Danach beginnt die Laserbehandlung durch den Excimer-Laser. Der Laserstrahl formt das Hornhautgewebe so, dass die Hornhaut die richtige Krümmung und somit die optimale Brechkraft erhält. Eine Verbandskontaktlinse wird zum Schutz für die folgenden 4 Tage eingesetzt. Innerhalb der nächsten Tage erneuert sich das Epithel von selbst.

Der Heilungsverlauf ist mit etwas mehr Beschwerden, wie Fremdkörpergefühl und erhöhte Blendungsempfindlichkeit unmittelbar nach dem Eingriff für ein paar Tage und einem längeren Zeitraum bis zum Einpendeln der optimalen Sehkraft verbunden.

Vorteile dieser Methode sind mangelnde Flapkomplikationen sowohl während als auch nach der Operation, und die Möglichkeit auch bei Patienten einen Excimer Laser Eingriff durchzuführen, die wegen zu geringer Hornhautdicke, wegen einer Hornhauterkrankung oder der Ausübung von Kampfsportarten keiner LASIK-Operation unterzogen werden können.

 

 

Die LASEK-Methode

lasek-lasiklandDie LASEK-Behandlung ist eine weitere Methode der operative Korrektur einer Fehlsichtigkeit an der Oberfläche der Hornhaut mittels eines Excimer-LASERs (mit Epithel-Flap).

Die Operation verläuft analog zur PRK mit dem Unterschied, dass das Epithel nach Alkohol-Applikation mit einem besonderen Spatel vorsichtig aufgeklappt wird, um am Ende der Excimer-LASER-Prozedur wieder zurückgeklappt zu werden.

Der Unterschied zur LASIK-Operation liegt in der Dicke des Flaps. Während er bei einer LASIK-Operation 100 Mikrometer und mehr beträgt, hat er bei einer LASEK-Operation lediglich die Dicke des Epithels.

Auch bei der LASEK-Methode dauert das Erreichen der endgültigen Sehschärfe länger als nach einer LASIK-Operation. Man sollte mit mehreren Wochen rechnen.

Der Vorteil zur PRK besteht in der Phase unmittelbar nach der Operation. Die folgenden Tage gestalten sich mit weniger Schmerzen und deshalb angenehmer.

Durch das Implantieren von Intraokularlinsen kann man stärkere Fehlsichtigkeit korrigieren.

Bei der phaken Linsenimplantation wird vor die durchsichtige, natürliche Linse des Auges eine zusätzliche Kunstlinse eingesetzt. Die Intraokularlinse wird entweder vor oder hinter der Pupille platziert.

 

Das Material dieser Speziallinse wird vom Körper nicht als Fremdkörper empfunden. Somit kommt es nicht zu einer Abstoßungsreaktion. Aufgrund dieser sehr guten Verträglichkeit bleibt die Korrekturlinse dauerhaft im Auge. Für den Patienten sind diese Linsen nicht spürbar. Weitere besondere Eigenschaften dieser Linsen sind optische Klarheit, Haltbarkeit und Flexibilität. Die ersten Phaken Intraokularlinsen wurden 1977 hergestellt. Die heute verwendeten Linsen sind das Ergebnis jahrelanger Forschung. Diese Entwicklung ist bedingt durch die Erfahrung mit Intraokularlinsen, die bei Katarakt-Operationen (Grauer Star) eingesetzt werden.

Zur Vorbereitung werden die Augen untersucht, ob diese uneingeschränkt für das Phake- Intraokularlinsenimplantat geeignet sind. Das Linsenimplantat wird genau berechnet und individuell angefertigt. Als Indikation gelten meist hohe Kurzsichtigkeit ab ca. -8 Dioptrien oder hohe Stabsichtigkeit ab ca. 3 Dioptrien. Aber auch bei weniger hohen Sehfehlern können solche Intraokularlinsen geeignet sein, wenn z.B. die Hornhautdicke für eine andere Art der refraktiven Chirurgie nicht ausreicht. In der Regel werden die Operationen ambulant durchgeführt. Vorab wird das Auge lokal betäubt. Über einen kleinen Schnitt am äußeren Rand der Hornhaut wird die künstliche Linse auf die Iris (Regenbogenhaut) aufgesetzt und positioniert. Der kleine Hornhautschnitt wird anschließend genäht. Die Operation dauert ungefähr 30 Minuten. Für einen Tag wird ein Augenverband angelegt.

Durch die schonende Behandlung ist das Sehvermögen am nächsten Tag schon gut, wobei die endgültige Stabilität erst nach ca. 4 Wochen erreicht ist. Diese Korrektur- Methode ermöglicht dem Auge auch weiterhin eine natürliche Fokussierung, während gleichzeitig die Fehlsichtigkeit behoben wird. Der Eingriff ist vollständig reversibel; die Intraokularlinse kann jederzeit ausgetauscht oder entfernt werden.

Die phake Linsenimplantation ist ein streng geprüftes Verfahren zur Korrektur von Kurzsichtigkeiten, Weitsichtigkeiten und Astigmatismus.

 

Wir verwenden ultra-dünne Phake Intraokularlinsen der Marke Ophtec. Mit der Artisan-Intraokularlinse, die auf die Vorderseite der Iris geklipst wird, werden viele Patienten mit einem anderweitig nicht korrigierbaren Sehfehler, bei qualitativ gutem Sehvermögen dauerhaft Brillenfrei. Diese, in die Vorderkammer des Auges eizusetzende Linse besteht aus PMMA-Plexiglas. Mittels eines kleinen Schnittes meist am seitlichen Hornhautrand wird die Linse in die Vorderkammer eingebracht um an zwei kleinen Fältchen der Regenbogenhaut befestigt zu werden. Nach Eröffnung eines kleinen Durchgangs in der Regenbogenhaut wird die Hornhaut mittels einer feinen Naht wieder geschlossen. Dadurch kann anfänglich eine leichte Hornhautverkrümmung auftreten. Das endgültige refraktive Ergebnis ergibt sich in der Regel nach ca. 3 Monaten, wenn die Hornhautnähte entfernt werden.

 

Vorteile der Phaken Intraokularlinsen:

  • hervorragende Sehschärfe, denn die zentrale Hornhaut wird nicht manipuliert.
  • falls erforderlich, zusätzliche nachträgliche Excimer-Laser-Korrektur möglich (BIOPTICS).
  • große Sicherheit, Artisan-Intraokularlinsen werden schon seit über 25 Jahren erfolgreich implantiert
  • volle Reversibilität, das heißt die Linse kann jederzeit ausgetauscht oder entfernt werden.

 

In seltenen Fällen kann es nach der Operation zu Blendungseffekten und Lichthöfen in der Dunkelheit und Dämmerung kommen, ähnlich wie es auch mit Kontaktlinsen auftreten kann, durch Lichtbrechung am Linsenrand. Die meisten Patienten empfinden dies allerdings nach einer bestimmten Zeit nicht mehr als störend. Kurzzeitige Augeninnendruckerhöhung, die gewöhnlich medikamentös behandelt werden kann, kommt in Ausnahmefällen vor. Vereinzelt kann es zu einer Lockerung oder zum Loslösen der Intraokularlinse von der Regenbogenhaut kommen. In diesen Fällen kann allerdings die Linse repositioniert, entfernt oder ausgetauscht werden. Sehr selten sind Reizungen und Entzündungen am Auge, die frühzeitig erkannt und behandelt werden sollten. Beim Sonderfall einer Netzhautablösung bei hoher Myopie, muss diese entsprechend behandelt werden.

Stärkere Fehlsichtigkeiten kann man durch das Implantieren von Intraokularlinsen korrigieren.

Bei der Clear Lens Austausch Methode erfolgt ein Linsenaustausch, das heißt die natürliche Linse wird durch eine künstliche Korrekturlinse ausgetauscht. Die Operation an sich ist identisch mit einer Katarakt-Operation (Operation am Grauen Star). Der Unterschied besteht darin, dass bei der Clear-Lens Operation die natürliche Linse (Clear Lens) noch klar ist und nicht wie beim Grauen Star getrübt.

Vor der Operation selbst wird das Auge lokal betäubt. Nach gründlicher Desinfektion und Abdecken des Auges wird über einen ca. 2 mm kleinen Schnitt am äußeren Rand der Hornhaut die natürliche Linse erreicht. Daraufhin wird der Linsenkern mittels Ultraschall zerkleinert und abgesaugt (Phakoemulsifikation). Die hintere Kapselhülle der Linse bleibt dabei erhalten, so dass darin die künstliche Linse eingesetzt werden kann. Die Stärke dieser neuen Kunstlinse basiert auf präzisen Ultraschallmessungen und Berechnungen.Die individuell angepasste Kunstlinse hat eine lebenslängliche Haltbarkeit. Eine Katarakt- Operation im Alter wird somit überflüssig.

Der gesamte Eingriff ist schmerzfrei, risikoarm, dauert ca. 20 Minuten und wird in der Regel unter örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt. Im Normalfall verheilt der kleine Hornhautschnitt von selbst. Zum Schutz wird ein Augenverband angelegt. Am Tag nach der Operation ist das Sehvermögen gut, wobei die endgültige Seh-Stabilität erst nach ca. 4 Wochen erreicht wird. In einem Abstand von einigen Tagen kann meistens das andere Auge operiert werden.

Diese Art der refraktiven Chirurgie ist, mit Monofokallinsen für die Ferne oder seltener für die Nähe, nicht nur für höhergradige Myopie und Hyperopie geeignet, sondern auch bei Stabsichtigkeit und in Fällen von dünner Hornhaut, wenn keine Excimer-Laser Therapie möglich ist. Für Stabsichtigkeit gibt es spezielle torische Intraokularlinsen, die auch in Kombination mit Myopie und Hyperopie zu erhalten sind. Intraokularlinsen bieten außerdem die Möglich bei einer Presbyopie (Altersweitsichtigkeit) total Brillenfrei zu werden. Diese speziellen Linsen (Multifokallinsen) können selbst bei Presbyopie in Verbindung mit Myopie, Hyperopie und/oder Astigmatismus individuell hergestellt werden. Allerdings können in seltenen Fällen immer noch zusätzlich eine Brille bzw. andere Sehhilfen notwendig werden

Wir benutzen Intraokularlinsen der Marke Alcon.

Nach einem Clear Lens Austausch kann es in seltenen Fällen zu Irritationen oder Infektionen des Auges kommen, die früh erkannt und behandelt werden sollten. Temporäre Augeninnendruckerhöhung wird meist medikamentös behandelt. Durch einen Clear Lens Austausch kommt es zum Verlust der Akkommodation. Deshalb setzen wir diese Methode bevorzugt bei Patienten über 40 Jahren, wenn die natürliche Akkommodation sowieso langsam von alleine verloren geht, ein.

Crosslinking ist eine Behandlungsoption vornehmlich des Keratokonus, einer Hornhauterkrankung.

Der vordere Teil unseres Auges ist die Kornea, die Hornhaut. Diese ist vollkommen durchsichtig und wird auch als “Fenster” des Auges bezeichnet. Die natürlicherweise leicht vorgewölbte Hornhaut übernimmt den Hauptanteil der Brechkraft des Auges. Ein Keratokonus ist eine kegelförmige Vorwölbung der Hornhaut verbunden mit einer fortschreitenden Verdünnung der Hornhaut mit Zunahme von unregelmäßigem Astigmatismus und letztendlich auch der bestkorrigierten Sehschärfe.

In der Regel werden die Betroffenen kurzsichtig. Mit einer Brille kann diese Kurzsichtigkeit nicht vollständig korrigiert werden, da die kegelförmige Hornhautvorwölbung eine zusätzliche irreguläre Hornhautverkrümmung bedingt. Die Auswirkungen dieser Hornhautveränderung sind Lichtempfindlichkeit, Doppelbilder, Schattensehen sowie Lichthöfe um Lichtquellen. Der Keratokonus ist eine fortschreitende Erkrankung. Die Betroffenen haben ständig wechselnde Sehstärken wegen zunehmender Hornhautverkrümmung mit Veränderung der Achsen.

Im Anfangsstadium des Keratokonus lässt sich mit formstabile Kontaktlinsen die Sehleistung verbessern. Im äußersten Fall ist jedoch eine Hornhauttransplantation unumgänglich. Die erkrankte Hornhaut wird dabei durch eine Spenderhornhaut ersetzt. Diese Operation birgt viele Risiken, Abstoßungsreaktionen sind möglich und der Heilungsprozess dauert sehr lange.

Bei der Crosslinking- Behandlung erfolgt eine Stabilisierung des Hornhautgewebes durch eine Erhöhung der Quervernetzung mit Vitamin B2 (Riboflavin) und UV- Licht. Zunächst wird die oberste Hornhautschicht, das Epithel, abgetragen. Anschließend wird das Auge mit Riboflavin-Tropfen und UV-Bestrahlung behandelt. Dabei ist die Intensität der UV- Strahlen so eingestellt, dass diese nicht an die unter der Hornhaut liegende Strukturen gelangen. Es besteht also erwartungsgemäß keine Gefahr für die Linse und/oder die Netzhaut. Im Anschluss an die Behandlung schützt eine Verbandskontaktlinse die Hornhaut bis sich die Epithelschicht wieder regeneriert hat. Das Fortschreiten des Keratokonus sowie der Visus werden schließlich stabilisiert.

Eine Cross-Linking Behandlung kann mit weiteren Operationen, die beim Keratokonus gebräuchlich sind, kombiniert werden. Zum Beispiel vor oder nach einer intrastromalen Ring-Implantation und selbst nach einer Hornhauttransplantation ist Cross-Linking möglich.

Eine wichtige Voraussetzung für die Cross-Linking Behandlung ist eine ausreichende Hornhautdicke.

In der Regel sind die Betroffenen kurzsichtig. Mit einer Brille kann diese Kurzsichtigkeit nicht vollständig korrigiert werden, da die kegelförmige Hornhautvorwölbung eine irreguläre Hornhautverkrümmung bedingt. Die Auswirkungen dieser Hornhautveränderung sind Lichtempfindlichkeit, Doppelbilder, Schatten sowie Lichthöfe um Lichtquellen.

Der Keratokonus ist fortschreitend. Die Betroffenen haben ständig wechselnde Sehstärken sowie eine zunehmende Hornhautverkrümmung mit Veränderung der Achsen.

Der Keratokonus läßt sich im Anfangsstadium noch mit einer Brille korrigieren, im späteren Stadien können formstabile Kontaktlinsen die Sehleistung verbessern.
Jedoch ist im äußersten Fall eine Hornhauttransplantation notwendig. Die erkrankte Hornhaut wird durch eine Spenderhornhaut ersetzt. Dies birgt viele Risiken. Abstoßungsreaktionen sind möglich und der Heilungsprozeß dauert sehr lange.
Bei der Crosslinking- Behandlung erfolgt eine Stabilisierung des Hornhautgewebes durch eine Erhöhung der Quervernetzung mit Vitamin B2 Riboflavin und UV- Licht.
Zunächst wird die oberste Hornhautschicht, das Epithel, abgetragen. Anschließend wird das Auge mit Riboflavin behandelt und mit UV- Licht bestrahlt.
Dabei ist die Intensität der UV- Strahlen so eingestellt, dass diese nicht an die unter der Hornhaut liegende Strukturen gelangen.

Anschließend schützt eine Verbandskontaktlinse die Hornhaut bis sich die Epithelschicht wieder regeniert hat.
Der Keratokonus sowie der Visus ist stabilisiert.