Das menschliche Auge ist ein Sinnesorgan. Sehen bedeutet nicht nur unsere Umwelt zu erkennen sondern damit verbunden ist auch unsere Wahrnehmung. Da die empfangenen Lichtstrahlen erst im Gehirn zu einem Bild verarbeitet werden, interpretiert jeder Mensch das gleiche Betrachtungsobjekt auf ganz unterschiedliche Weise. Farben werden unterschiedlich verarbeitet, Größen und Entfernungen unterschiedlich abgeschätzt. Die Sympathie wird durch das ansehen geprägt. Es liegt also alles im Auge des Betrachters. Etwas zu sehen ist sehr oft mit einem Gefühl gekoppelt. Mit der Fähigkeit sehen zu können verbinden sich auch unser Hörvermögen, ja auch der Geruchs- und Geschmackssinn. Nehmen wir einmal zur Erklärung ein Beispiel an einem Apfel. Allein nur durch das Ansehen des Apfels mit unseren Augen können wir anhand der Farbe des Apfels schon Rückschlüsse ziehen auf Geschmack und Geruch. Es stellt sich auch schon unser persönliches Mögen oder nicht Mögen des Obststücks ein. Ein Gefühl breitet sich in uns aus und damit wird auch eine bestimmte Erwartungshaltung erzeugt. Durch das alleinige Ansehen eines Mitmenschen ist es bei uns Menschen schon so das wir den Gegenüber automatisch kategorisieren, so entstehen Redewendungen wie: auf den ersten Blick, oder aber auch: der erste Eindruck zählt. Dieser erste Eindruck entsteht nur durch unsere Fähigkeit der visuellen Warnehmung. Augen sind somit also mit einer unseren wichtigsten Sinnesorgane. Durch das vorhanden sein von zwei Augen ist uns das räumliche Sehen erst möglich. Durch die dreidimensionale Betrachtungsweise eröffnen sich uns Menschen
andere Denkansätze und eine viel größere Vorstellungskraft als bei manch anderen Lebewesen.