Üblicherweise besitzen wir Menschen zwei Augen. Es handelt sich dabei um eines unserer Sinnesorgane. Es dient uns zur visuellen Wahrnehmung unserer Umwelt, zur Orientierung und schnellen Erkennung von Gefahren. Durch unsere Augen ist uns der alltägliche Umgang mit unserem Umfeld sehr gut möglich.
Durch die unterschiedlichen Seheindrücke der beiden Augen ist uns ein Stereosehen möglich. Die beiden empfangenen Bilder werden im Gehirn zu einem Seheindruck verschmolzen. Damit ist es uns Menschen erst möglich mit ein wenig Lebenserfahrung Entfernungen abschätzen zu können.
Das Auge ist in zwei Hauptabschnitte unterteilt.
Der vordere Augenabschnitt besteht aus der durchsichtigen Hornhaut, dahinter ist die vorderer Augenkammer gefüllt mit Kammerwasser. Danach liegt die Iris, die mit der Pupille eine Art Blende für das Auge bildet. In der hinteren Kammer sitzt im Ziliarmuskel eingebettet die Linsenkapsel mit der Augenlinse. Diese wird beim Blick in die Nähe von der Ringmuskulatur zusammengedrückt. Dadurch ist es dem Menschen möglich in unterschiedlichen Entfernungen deutlich sehen zu können. Erst im Alter, wenn diese Muskulatur weniger leistungsfähig ist und die Augenlinse etwas unflexibler geworden ist benötigt man meistens erst eine Lesebrille.
Hinter der Augenlinse befindet sich der Glaskörper. Im hinteren Bereich des Auges ist die Netzhaut mit den Lichtrezeptoren, die Aderhaut, der Sehnerv und als äußere Begrenzung die Lederhaut des Auges zu finden. Die Rezeptoren der Netzhaut sind in zwei unterschiedliche Typen einzuordnen. Die Zapfen sind für das Farbensehen und die Stäbchen für das Dämmerungssehen zuständig. In der Mitte der Netzhaut, der Makula ist der Punkt des schärfsten Sehens. Hier liegen ausschliesslich Zapfen und diese in besonders hoher Zahl vor.
Die Papille oder sogenannter Blinde Fleck liegt direkt neben der Makula und ist die Stelle, wo der Sehnerv aus dem Auge tritt. Der Sehnerv ist die Datenverbindung zwischen Netzhaut und dem Gehirn.Hier werden die empfangenen Lichtimpulse erst zu einem Bild umgewandelt.
Jede kleinste Veränderung oder Abweichung in diesem komplexen System kann das Sehen beeinflussen.